„Wir verscherbeln kostbaren innerstädtischen Raum!“

Nicht nur für den Leipziger Bahnhof ist dieses Interview wichtig!

Professor Manuel Bäumler kam schon einmal zu Wort. Hier nun ein Interview in der DNN. Wichtigste Passagen für Dresdens städtebauliche Entwicklung:

„Wer nach vorne blicken will, muss zurückschauen: Die Stadt hat sich über 5000 Jahre entwickelt. Das war ein Optimierungsprozess. Im 19. Jahrhundert hatte die Stadt eine gewisse Blüte erreicht.“

„Ein qualitätvoller öffentlicher Raum und die Baumaßnahme auf der einzelnen Parzelle bildeten dabei das Grundgerüst der damaligen Stadtentwicklung.“

„In der Nachkriegszeit wurden eindimensionale Leitbilder der autogerechten Stadt und der Nutzungstrennung verwendet. Gerade in Dresden ist dadurch eine Menge an wertvoller Urbanität verloren gegangen.“

Und wir haben es uns zur aufgabe gemacht diese Urbanität wiederzugewinnen. Wenn man uns das von den Modernisten als „Disneyland“ oder „weltfremd“ vorhält, dann leider wir nicht an Visionslosigkeit, sondern jene, die den Maximen des (erwiesenermaßen fehlentwickelten) sozialistischen Städtebaus noch heute anhängen.

Und für alle, die meinen, es würde alles zugebaut – hier einige Fakten: „Wir sind in Dresden weit davon entfernt, zu dicht zu wohnen. Die Sorge, dass durch Dichte die Lebensqualität sinkt, ist unbegründet. Im Gegenteil. Durch Dichte entsteht lebenswerte Vielfalt. Sie ist Grundlage für Urbanität. Dresden liegt bei der Bevölkerungsdichte auf Platz 76 der deutschen Städte. Alle begehrten Städte haben eine deutlich höhere Dichte.“

http://www.dnn.de/Dresden/Lokales/Wir-verscherbeln-kostbaren-innerstaedtischen-Raum!

Foto: Dr. Bäumler Agentur

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