wer sind wir

StadtbilDD ist eine Bürgerinitiative aus jungen Leuten, die reflektiert, differenziert und sachlich über die städtebauliche Entwicklung in Dresden nachdenken, diskutieren und nun auch auf Entscheidungen aktiv Einfluss nehmen wollen! Unserem Selbstverständnis nach definieren wir uns in diesem Sinne als Sprachrohr einer kritischen Öffentlichkeit, die aus der bürgerlichen Mitte, ihre Stimme erhebt. Für Dresden bietet sich derzeit eine einmalige Chance: die Rückgewinnung seiner einmaligen Identität, nach den Zerstörungen durch Krieg und sozialistischen Wiederaufbau. Jeder der diese Stadt liebt, sich mit ihrer Geschichte befasst, ihre Seele erlebt, weiß, unter welchem Trauma sie bis heute leidet, und welche Maßnahmen von nöten sind, um mit behutsamer Stadtreparatur Wunden heilen zu lassen. Nachdem man nun zwei Jahrzehnte lang erleben durfte, was die für den Städtebau Verantwortlichen unter städtebaulicher Verantwortung verstehen, muß nüchtern festgestellt werden, daß so gut wie alle Hoffnungen bitter enttäuscht wurden. Gesichtslose, kalte, einfallslose 0-8-15 Architektur prägt mehr und mehr das Stadtbild der Innenstadt, und man muß schon froh sein, wenn der historische Restbestand an alter Bausubstanz nicht durch bewußte Provokation entstellt wird. Dresden droht zur Spielwiese jener Moderne zu werden, die sich einerseits selbstgerecht beweihräuchert, andererseits aber nicht den Bedürfnissen des Gegenwartsmenschen gerecht werden kann und will. Die sogenannte Moderne will Bruch, Provokation und Störfeuer, sie will weh tun und sich selbst leben. Das aber ist das letzte was Dresden, das Elbflorenz (wie man es einst liebevoll nannte) braucht! Doch leider sitzen genau jene Befürworter dieser „Moderne“ im Stadtplanungsamt, wo sie sich GEGEN DEN ERKLÄRTEN WILLEN der Dresdner unter Duldung des Stadtrates, stellen. Hier wird seit Jahren der Wille der Bevölkerung missachtet, hier wird seit Jahren auf skandalöse Art und weise auch geltendes Recht gebrochen (wenn es der Parteikarriere dienlich ist), hier wird die kulturelle Zukunft einer Stadt verspielt! Dagegen setzen wir uns von StadtbilDD zur Wehr! Wir sagen: Schluß mit der arroganten Basta-Politik in gestalterischen Fragen! Zu unseren Kernforderungen gehören: >Transparenz im Bezug auf Bauvorhaben und Planungsstand (Kontrolle der Entscheidungsträger des Stadtplanungsamtes) >direkte Mitbestimmung des Bürgers in gestalterischen Fragen nach basisdemokratischem Prinzip durch Bürgerbegehren/Volksentscheide. >Reform der kommunalen Bauverordnung, Ausarbeitung einer RECHTSVERBINDLICHEN Gestaltungssatzung für den GESAMTEN innerstädtischen Bereich nach den gestalterischen Grundsätzen der Regionaltypik (klassisch-tektonisch-ortsbezogene Architektur). Wir setzen uns ein für hochwertige Rekonstruktionen, wir wollen aber auch eine anspruchsvolle moderne Architektur, die diese Bezeichnung auch verdient: Modern bauen heißt für uns: FÜR DEN MENSCHEN und seine Bedürfnisse bauen! Wir lehnen jegliche Form billiger Abschreibungsarchitektur ab, stattdessen setzen wir uns für eine Architektur ein, die in ihrer Ästhetik die Regionaltypik betont, sich harmonisch einfügt, und dem „Genius loci“ gerecht wird. Mit einer Vielzahl an Aktionen haben wir uns in diesem Jahr mit unseren Zielen an die Öffentlichkeit gewandt. Unser Kernanliegen im Sinne einer bürgerlichen Protestkultur, war und ist es, die Dresdner anzuhören, Aufklärungsarbeit zu leisten, miteinander ins Gespräch zu kommen, aber auch Mut zu machen, daß sich mit vereinten Kräften zeitgemäßer Städtebau im Sinne der Bürger möglich ist, wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen. Der Dialog zwischen Bürgern und Politik bildet das Kernstück unserer ehrenamtlichen Arbeit, die derzeit von rund 15 Freiwilligen in unermüdlichem Idealismus geleistet wird. Um weiter Einfluß auf das Baugeschehen unserer Stadt nehmen zu können, brauchen wir eine starke Stimme, d.h. wir müssen wachsen! Daher ist es wichtig, daß sich so viel wie möglich Gleichgesinnte bei StadtbilDD zusammentun, die uns in unserem Kampf ideell, finanziell und ganz konkret vor Ort unterstützen möchten.