Überraschend ansprechend – neue Fassaden für die Kesselsdorfer Straße

Löbtau hat sich zu einem populären Stadtteil entwickelt. Immer mehr junge Menschen, besonders Studenten zieht es in den zentrumsnahen, historischen Stadtteil, der sogar älter als Dresden ist.
Dass Bauherren den Ort schon längst für sich entdeckt haben, lässt sich an der regen Bautätigkeit schon seit Jahren feststellen. Nun kommt aber fast schon überraschend hinzu, dass die umzusetzenden Entwürfe langsam in einer Ästhetik ausgeführt werden sollen, die das Antlitz Löbtaus tatsächlich bereichern.
Wo noch beim Drei Kaiser Hof nebst Neu-Anbau so ziemlich jede Prämisse einer Gestaltung „vergessen“ wurde und auch heute noch nicht alle gelernt zu haben scheinen, was dem Menschen gefällt (z.B. Baluschekstraße/Ecke Columbusstraße) – werden bei diesem Projekt auf der Kesselsdorfer doch tatsächlich einige attraktive Elemente lebendig.

Stärker könnte aber auch der Kontrast zu anderen geplanten Projekten in nächster Nachbarschaft nicht sein. Sollte der Hotelneubau an der Kreuzung Tharandter Straße umgesetzt werden, könnte er gleichzeitig mit dem geplanten Bau von Meyer und Fiolka fertig werden. Und einen stärkeren Kontrast in Anspruch, Attraktivität und Ästhetik auf so kurzer Distanz könnte man sich kaum vorstellen.

Für dieses Projekt haben Denkmalpfleger wohl besonders aufgepasst. Dass das zu schönen Ergebnissen führen kann, sieht man. Doch da stellt sich die Frage: Wo waren sie bisher?

Hoffen wir, dass die Zukunft sich am Besten orientiert und diese Fahrtrichtung beibehält. Eventuell bekommt dann auch das Dresdner Zentrum endlich Architekturen hinzu, welche in einzelnen Stadtteilen schon jetzt besser ausfallen, als alles was an Post- und Straßburger Platz entsteht und entstanden ist.

http://www.sz-online.de/nachrichten/neue-fassaden-fuer-die-kesselsdorfer-3924155.html

© Visualisierung: repire.com

Das könnte Dich auch interessieren...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.