Neustädter Markt / Königsufer

Neustädter Markt / Königsufer

 

Der städtebauliche und freiraumplanerische Ideenwettbewerb Königsufer und Neustädter Markt ist abgeschlossen. Am Montag, 11. Februar 2019, hat die Jury, bestehend aus fünfzig Preisrichterinnen und Preisrichtern sowie sachverständigen Beratern, ihre Empfehlungen ausgesprochen. Von den ursprünglich 28 Arbeiten in der ersten Bearbeitungsphase hat die Jury aus fünf Arbeiten in der zweiten Bearbeitungsphase drei Preisträger ausgewählt. Erster Preisträger ist Prof. Bernd Albers, Architekt in Berlin, mit Prof. Günther Vogt, Landschaftsarchitekt in Berlin/Zürich. Der Entwurf der beiden Planverfasser hat die Jury überzeugt, Grundlage für die weitere städtebauliche Planung zu sein.

Der Neustädter Markt, die Große Meißner Straße und die Köpckestraße braucht eine bauliche Fassung. Der bisherige Zustand ist unbefriedigend. Die überbreite Bundesstraße verhindert eine Platzbildung. Auch sind Hochbauten, die diese Straßen und den Platz enger begrenzen notwendig, um zu einer urbanen Situation zurückzufinden. Die inzwischen denkmalgeschützten Brunnen und die Baumbestände können dabei in angemessener Art und Weise eingebunden werden.

Notwendig ist eine Verlegung der Bundesstraße und eine deutliche Reduzierung des Straßenprofils auf nur noch zwei Auto-Fahrspuren (keine Überbreite), Straßenbahngleise und Fahrradspuren bei Wegfall der Abbiegerspuren. Freiwerdende Flächen sollen verkauft und der Erlös zur Platzgestaltung und Sanierung der Brunnenanlagen verwendet werden.

Die Umsetzung der Wiederherstellung des Neustädter Marktes soll in mehreren Stufen erfolgen.

  1. Bebauung des Königsufers nach den Wettbewerbsvorschlägen des 1. Preises von Albers oder 2. Preises von Jordi, Keller, Pellnitz
  2. Straßenreduzierung der Großen Meißner Straße/Köpckestraße
  3. Bebauung der Nordseite der Großen Meißner Straße und der Köpckestraße nach den Vorgaben des 2. Preises von Jordi, Keller, Pellnitz
  4. langfristiges Ziel: Wiederherstellung des Neustädter Rathauses nach Ablauf der Standzeiten der WBS 70 Plattenbauten.

Eine Denkmalunterschutzstellung der Plattenbauten und der Grünflächen direkt am Neustädter Markt soll unterbleiben.

Begründung

Die Stadt Dresden hat einen bundesweit beachteten Wettbewerb zum Neustädter Markt mit einer bisher beispiellosen Bürgerbeteiligung durchgeführt. Dieser Wettbewerb hat hervorragende Ergebnisse für die Weiterentwicklung des Königsufers und des Neustädter Marktes erbracht. Der Wettbewerb selbst hat 387.000,- Euro gekostet.

Jetzt die Ergebnisse dieses Wettbewerbes in Frage zu stellen, würde die Bürgerbeteiligung als solches konterkarieren und zu Frustrationen in großen Teilen der Dresdner Bevölkerung führen. Bürgerbeteiligung soll nicht nur eine leere Worthülse sein.

Es ist notwendig klare Vorgaben für die weitere Entwicklung am Neustädter Markt zu haben und diese auch konsequent umzusetzen. Dafür war der Wettbewerb da. Wir brauchen keine Aufweichung der Vorgaben wie am Postplatz, sondern konsequentes Arbeiten an dem Ziel, den Neustädter Markt wieder zu einem lebenswerten Platz zu machen.

https://www.openpetition.de/petition/online/wettbewerbsergebnis-neustaedter-markt-akzeptieren-und-umsetzen?fbclid=IwAR2Z_e-oeAjNseQaL78PxiEr0hy7rGyHPuvNNKvzotsyh_rfGOMUuO2GJvo

Gewinner des städtebaulichen Wettbewerbs

Wettbewerbsergebniss 1. Preis Bernd Albers, Berlin

Wettbewerbsergebniss 1. Preis Bernd Albers, Berlin

Wettbewerbsergebniss 2. Preis Jordi, Keller, Pellnitz, Kautz, Krause, Berlin

Wettbewerbsergebniss 2. Preis Jordi, Keller, Pellnitz, Kautz, Krause, Berlin

mögliche Rekonstruktion der Bürgerhäuser zwischen Blockhaus und Hotel Bellevue - Bildrechte: Andreas Hummel

akutelle Situation

Der Neustädter Markt, die Große Meißner Straße und die Köpckestraße braucht eine bauliche Fassung. Der bisherige Zustand ist unbefriedigend. Die überbreite Bundesstraße verhindert eine Platzbildung. Auch sind Hochbauten, die diese Straßen und den Platz enger begrenzen notwendig, um zu einer urbanen Situation zurückzufinden. Die inzwischen denkmalgeschützten Brunnen und die Baumbestände können dabei in angemessener Art und Weise eingebunden werden. Nach Ablauf der Standzeiten der unzeitgemäßen und für ein Zentrum unwürdigen Plattenbauten, sollten diese abgerissen werden und für eine angemessene Neubebauung, Platz machen. Eine Wiederherstellung des Neustädter Rathauses, wäre somit ebenfalls wieder möglich, wenn nicht sogar Pflicht.

vor der Zerstörung

Bildrechte: SLUB/Deutsche Fotothek

weitere nützliche Informationen:

Positionspapier – Neustädter Markt

 

Aktuelles

10.03.2020

Stadtreparatur im Einklang mit dem Autoverkehr – ein Autotunnel wäre eine Lösung

Eines steht fest, der Neustädter Markt, braucht eine städtebauliche Fassung. Der bisherige unbefriedigende Zustand ist eine Zumutung. Die überbreite Bundesstraße verhindert eine Platzbildung und sorgt für eine große Barriere. Da man in der Verwaltung bisher kein Heilmittel für den anhaltenden Autoverkehr gefunden hat, wird somit ein Autotunnel zusehends alternativloser. Mit diesem, wäre sogar der 2. Siegerentwurf realisierbar. Die daraus entstehenden städtebaulichen Vorteile würden die befürchteten Rampen, deutlich überwiegen. 

https://www.tag24.de/dresden/kommt-ein-autotunnel-am-neustaedter-markt-dresden-kulke-lichdi-1455249

15.01.2020

Debatte um den Neustädter Markt in Dresden: 

„Wollen wir wirklich eine vierspurige Bundesstraße mitten durch innerstädtische Bereiche direkt über einen bedeutenden innerstädtischen Platz führen?“

https://www.dnn.de/Dresden/Stadtpolitik/Debatte-um-Neustaedter-Markt-in-Dresden-Wollen-wir-staendig-nur-Postplaetze-bauen

05.12.2019

PETITION – UMSETZUNG WETTBEWERBSVERFAHREN NEUSTÄDTER MARKT Demokratische Entscheidungen sind für Demokraten nicht verhandelbar Herr Schmidt-Lamontain. Wir fordern Sie auf: Leisten Sie Ihren Beitrag, damit das Vertrauen der Dresdner in die Politik nicht weiter schwindet!

https://www.tag24.de/nachrichten/neustaedter-markt-online-petition-fordert-umsetzung-des-siegerentwurfes-stadtbild-dresden-1308931

https://www.dnn.de/Dresden/Stadtpolitik/Debatte-um-Neustaedter-Markt-in-Dresden-Wollen-wir-staendig-nur-Postplaetze-bauen?fbclid=IwAR0C02aECubQFyhHyOnqPKsgF–72ea6Kla7lGDqkHRGjhaeZWrpxxkA9XA

15.11.2019

Manche meinen ja, es ginge uns im Zusammenhang mit dem Wettbewerbsverfahren nur um ästhetische Fragen.
Es geht ganz grundsätzlich um die Achtung demokratischer Entscheidungen, die es gegenüber gewissen kleinen, aber laut in Erscheinung tretenden Interessengruppen zu verteidigen gilt!
Wer die Petition noch nicht geteilt hat, der möge dies bitte tun, wir brauchen zur Einhaltung rechtsstaatlicher Regeln ein starkes Feedback!

https://www.saechsische.de/dresden-petition-zum-neustaedter-markt-statbild-dresden-5140047.html?fbclid=IwAR2V7Wrr2PM8tV_2LakTQsanQGF5V2BoLJmtcefYjUxoY_eHzJpp1rCG2-k

14.11.2019

Wortbruch verhindern.

Es ist nicht unsere Intention, ein demokratisches Instrument bemühen zu müssen, um Wortbruch an einem demokratischen Werdeprozess samt Ergebnis zu verhindern. Aber Stadtbild Deutschland e.V. hat diese Petition eingeleitet, damit sich Dresdnen den Wettbewerbsergebnissen verpflichtet und das kafkaeske Machtspielchen zwischen Partikularinteressen, schlechten Verlierern, DDR-Romantikern, Politikern und Ämtern als das stempelt, was es ist: absurd, kindisch und undemokratisch.

Wir haben den Wettbewerb aktiv unterstützt, beworben und die Regeln befolgt. Wir haben zeitig kommunziert, das wir jedwedes Ergebnis anerkennen werden, sollte es auch den eigenen unseren Vorstellungen nicht entsprechen. Mit dieser Einstellung sind wir wohl eine Minderheit unter den Teilnehmern und Auslobern des Wettbewerbes. Das kam unerwartet und ist für das Thema Bürgerbeteiligung und der Glaubwürdigkeit der Dresdner Baupolitik eine Katastrophe.

Um nun Schlimmeres, eine Negierung oder Abkehr vom Gewinnerentwurf zu verhindern, zeichnet bitte diese Petition. Das sie nötig ist, ist traurig. Aber es muss wohl sein.

Es schmerzt und birgt die Angst der Inflationierung von Petitionen als solches. Aber es muss wohl sein!

https://www.openpetition.de/petition/online/wettbewerbsergebnis-neustaedter-markt-akzeptieren-und-umsetzen?fbclid=IwAR2Z_e-oeAjNseQaL78PxiEr0hy7rGyHPuvNNKvzotsyh_rfGOMUuO2GJvo

08.11.2019

Im Ringen um die Wiedergewinnung historischer Identität zeichnet sich ein Minimalkonsens ab, wie er für Dresdens Stadtentwicklung leider typisch ist:
Die Wahrung über des Status quo wiegt schwerer, als die mühsam errungenen Verbindlichkeiten, die durch ideologische Querschläger zur Disposition gestellt und über formale Tricksereien verhindert werden sollen.
Unter diesen Bedingungen werden zeit-und kostenaufwändige Wettbewerbsverfahren zur Farce!

https://www.tag24.de/nachrichten/dresden-koenigsufer-neustadt-was-bleibt-vom-erarbeiteten-sieger-entwurf-platten-brunnen-bau-erneuerung-1277071

https://www.saechsische.de/plus/meissner-landstrasse-soll-schmaler-werden-5136966.html?fbclid=IwAR2G5bcMy7t7Mt45wnq7zLR4zNqlo8bcQPXgajXQvb_GLdzWPnEcYsgbJlo

https://www.tag24.de/nachrichten/dresden-grossartige-plaene-rund-um-den-goldenen-reiter-die-innere-neustadt-wird-wieder-koeniglich-973962

26.09.2019

Dem schließen wir uns an!

PRESSEMITTEILUNG

Neustädter Markt
Fragen nach der Sinnhaftigkeit der Ausgabe von Steuermitteln bei Wettbewerben

Der Wettbewerb zum Königsufer und Neustädter Markt, einer der größten städtebaulichen Wettbewerbe der letzten Jahre, bundesweit beachtet, war im Februar zu Ende gegangen.
Mit einem großen Aufwand, finanziert aus Steuergeldern, hat die Stadt über ein Jahr diesen Wettbewerb vorbereitet und durchgeführt. Unzählige Sitzungen wurden für die Abstimmung seitens der Verwaltung und des Stadtrats dazu abgehalten. Einmalig war dabei auch die in drei Stufen durchgeführte Bürgerbeteiligung, an der sich die Bürger intensiv beteiligten. Eine vom Stadtrat bestätigte Jury kürte einen 1., 2. und 3. Preis und zwei Anerkennungen, in welche die Bürgermeinung mit eingeflossen ist. So jedenfalls propagierte es die Stadt.

Das alles gilt nun heute nicht mehr, denn wie der Dresdner Baubürgermeister Schmidt-Lamontain gegenüber der Presse bekannt gab: „Ich könnte mir vorstellen, dass die Stadträte nur den Vorschlägen für das Königsufer im Entwurf zustimmen und den Neustädter Markt herausnehmen. Kein einziger der über 20 Entwürfe zum Neustädter Markt hat mich und die Jury überzeugt.“

Mit diesem Urteil wird die stadtweite Bürgerbeteiligung ausgehebelt.

Der Baubürgermeister und die Verwaltung muss sich die Frage nach Steuergeldverschwendung gefallen lassen. Was, wenn mit einem so großen Aufwand ein Wettbewerb durchgeführt und es zu keinem, aus Sicht der Verwaltung umsetzbaren Ergebnis kommt. Dies führt einerseits nicht nur zur Frustration der Bürger, sondern die Bürger fragen sich auch, warum sie für dies Steuergeld in Höhe von über 387.000,- Euro ausgegeben haben.

Fakt ist, dass einige am Wettbewerb beteiligte Architekten, welche bereits in der 1. Runde ausgeschieden sind, sich nie mit dem Wettbewerbsergebnis abfinden konnten und wollten. Sie gründeten deshalb zusammen mit anderen Bürgern, deren Meinung auch beim Wettbewerb kein Gehör gefunden hatte, eine Initiative „Neustädter Freiheit“. Ziel der Initiative ist es, jegliche Änderungen in dem Bereich am Neustädter Markt zu unterbinden. Da sie es auch nach der Jury-Entscheidung zum Wettbewerb nicht geschafft haben, das gesamte Gebiet unter Denkmalschutz stellen zu lassen, nur die beiden Brunnen sind seit Juni unter Denkmalschutz gestellt, versucht sie nun über eine Petition entsprechend politisch Druck aufzubauen.

Die Beteiligten am Wettbewerb, sowohl die Stadträte, wie auch die Verwaltung müssen sich fragen lassen, wie es sein kann, dass erst ein großer Wettbewerb vorbereitet und durchgeführt wird und dann zumindest ein großer Teil des Wettbewerbsergebnisses in Frage gestellt wird. Gerade das Stadtplanungsamt klagt immer über Personal- und Finanznot. Aber auch für die im zweiten Durchgang arbeitenden Architekten ist es eine Zumutung, da die Hälfte ihres Wettbewerbseinsatzes heute für nicht notwendig erklärt wird.

Die Gesellschaft Historischer Neumarkt Dresden (GHND) kommt zu dem Ergebnis: So kann man sowohl mit den beteiligten Personen, als auch mit den Finanzen nicht umgehen. Sie fordert eine entsprechende Entschuldigung von der Verwaltung und gegebenenfalls finanzielle Entschädigung der in der letzten Phase beteiligten Architekturbüros für ihren unsinnigen Aufwand. Die Entwicklung des Neustädter Marktes wieder hin zu einer Platzanlage erfordert ein klares Konzept und ein sich daran orientierendes Handeln. Dies kann auch, wie von der GHND vor Jahren schon vorgeschlagen, durch einen Stufenplan erfolgen. Darüber hinaus gehört dazu auch das Wissen über die noch technisch möglichen Standzeiten im Kosten-Nutzen-Verhältnis, entstehend durch die Betonkarbonatisierung und die Sanierungsmöglichkeiten der Plattenbauten und untersucht durch eine unabhängige Fachstelle. Nur mit der Herausnahme eines Teils des Wettbewerbsergebnisses „nur um keinem weh zu tun“ ist es nicht getan. Am Neustädter Markt sind schwierige Entscheidungen zu treffen, um diesen drittwichtigsten Platz wieder zu einem Platz zu gestalten. Die GHND will wissen, wie die Verwaltung sich die weitere Entwicklung vorstellt und wie sie ein gezieltes Handeln gewährleisten will, ohne weitere Steuermittel und Personalressourcen zu verschwenden.

Der Vorstand Dresden, 26.09.2019

Anlage
Wettbewerbsergebniss 1. Preis Bernd Albers, Berlin

Wettbewerbsergebniss 2. Preis Jordi, Keller, Pellnitz, Kautz, Krause, Berlin

05.09.2019

Bürgerbeteiligung und ihre Ergebisse sind der Verwaltung und Politik egal?

Prolog
Man wird auf die städtebaulichen Missstände am Neustädter Markt hingewiesen. Man wird von Investoren gefragt und gedrängt daran etwas zu ändern.

Erster Akt
Die Stadt beschließt einen immens teuren Bürgerbeteiligungsprozess (eine demokratische Generalprobe für solche Prozesse) der unerwartet hohe Resonanz erfährt und dieser hat ein Ergebnis, welches von der Mehrheit der Dresdnern unterstützt und gewollt ist.

Zweiter Akt
Eine Randgruppe, welche die Ostplattenromantik vor Ort in Gefahr sieht, poltert mit überzogenen Animositäten, organisiert sich in einer Art Nachbarschaftwehr zusammen, findet Unterstützung in der Politik (welche am ersten Akt maßgeblich beteiligt war) und hat zum Ziel die langwierig in mehrstufigen demokratischen Prozessen erreichten Ergebnisse ad absurdum zu führen und bestenfalls zu negieren.

Dritter Akt
Die Politik lässt sich zu der Aussage hinreißen: „Der Neustädter Markt muss nicht bebaut werden.“ – was nichts anderes bedeutet: Das ganze Brumborium des Bürgerbeteiligungsprozesses war für die Katz und nichts weiter als Demokratietheater, wenn „Genosse Ostmodern“ was dagegen hat. Nicht genug damit, dass man Lösungen zum Unzustand ablehnt, hat man doch gleichzeitig keine Alternative parat, denn: Maßnahmen zur Verbesserung der Raumästhetik und Aufenthaltsqualität sind nicht möglich, da weder öffentliches Geld eingeplant ist, noch private Initiativen (eben durch Baumaßnahmen) zum Zuge kommen sollen. Das eine wird fiskalisch begründet, das andere rein ideologisch. Man wird vor den Kopf gestoßen. Investoren und eben auch solche, die sich seit Jahren mit der Materie Neustädter Markt und dem Planungsprozess intensiv auseinandergesetzt haben. Nun besonders jene, die offizielle und demoktatische Wege gewählt haben um auszuloten, ob die vorgetragene Idee Mehrheiten findet. Die Bebauung fand diese Mehrheit. Die Ablehnung wird nun in kleinen Kreisen durch Partikularinteressen und deren Vertreter hofiert und hat nun die im Prozess wohl wichtigste Institution erreicht: den Baubürgermeister.

Climax
Man hat ein Ergebnis aus einem demokratischen Mammutprozess, der für Dresden verfahrenstechnisch absolutes Neuland war. Dieses Ergebnis ist mehrheitsfähig und mobilisierte bürgerliche Kräfte und Interessen aus verschiedensten Ebenen der Stadtgesellschaft. Eigentlich versucht man diese Verfahren zu etablieren. Es beginnt nun die Glaubwürdigkeit der beteiligten Personen in Politik und Verwaltung, sowie dem Prozess als solches zu bröckeln, wenn auch nur wenig später die Verlierer aus diesem Prozess mit minimalem Aufwand das ganze mühsam zusammengefügte Kartenhaus zum Einsturz bringen können.

Mit den aktuellen Geschehnissen und Aussagen der verantwortlichen Führungskräfte dieser Stadt , STEHEN WIR HIER NUN VOR EINEM AKUTEN GLAUBWÜRDIGKEITSPROBLEM der Baupolitik, der Verwaltung und den demokratischen Prozessen in DRESDEN.

Wir fordern den neuen Stadtrat auf, zum Ergebnis des Beteiligungsprozesses zum Neustädter Markt zu stehen, sich dazu zu bekennen und schleinigst Schritte zur Umsetzung einzuleiten, sowie Bauinteressen nicht zu unterdrücken oder zu unterminieren!

https://www.saechsische.de/plus/der-neustaedter-markt-muss-nicht-bebaut-werden-5115107.html

12.05.2019

WETTBEWERBSVERFAHREN NEUSTÄDTER MARKT

Eines muß man den Grünen im Hinblick auf die bevorstehende Kommunalwahl lassen:
Hier wird bereits VORHER ehrlich kommuniziert wohin die Reise einmal gehen soll: den Status Quo bewahren, d.h. städtebauliche Fehler konservieren, wie hier am Beispiel Neustädter Markt.
Schützenhilfe erhalten die Verhinderer urbaner Nachverdichtung von der „Neustädter Freiheit“, einer Vereinigung, die als Sprachrohr der Anwohnerschaft agiert, welche aus ureigenem Interesse den „freien Blick“ aufs andere Elbufer bewahren möchte, und daher konsequenterweise ihr Leitprinzip zum bedingungslosen Erhalt der Hinterlassenschaften des Sozialismus für zwingend notwendig hält.
Nicht nur, daß man von dieser Seite meint, ein Recht zu besitzen, egoistische Interessen über das Allgemeinwohl stellen zu dürfen, nein, man ist auch der Auffassung, demokratisch-legitimierte Entscheidungen – welche maßgebend die Forderungen vieler Dresdner wiederspiegeln – offen in Frage stellen und diskreditieren zu dürfen.
(Wer die hasserfüllte Konversation der letzten Tage zu diesem Thema auf der Seite des besagten Vereins miterlebt hat, der weiß, welche ideologische Verfassung hinter der zur Schau gestellten pseudowissenschaftlichen Tünche da zum Vorschein kam).

Unsere Position zum Neustädter Markt ist klar:
Das Ergebnis des Wettbewerbsverfahrens darf in seiner Gesamtheit nicht durch kurzsichtige, ideologisch-tingierte Intentionen gefährdet werden!
Den gekürten Entwurf zum Neustädter Markt gilt es von seiner integrativen Wirkung her zu verteidigen, und als Zeichen des Respekts schrittweise konsequent umzusetzen.
Wir vertrauen auf eine weise Entscheidung des zukünftigen Stadtrates, der durch einen entsprechenden Bebauungsplan bereit ist, eine Weichenstellung zu vollziehen, die ideologischer Vereinnahmung eine Absage erteilt und hilft, verspieltes Vertrauen in demokratische Prozesse zurück zu gewinnen.

Die GHND hatte 2000 Personen angeschrieben. Davon haben 950 geantwortet: Die überwiegende Mehrheit (quer durch alle Alters-und Sozialschichten) wünscht sich eine kleinteilige Bebauung mit historischem Bezug. Soviel zum Zerrbild dessen, was uns die herrschenden Diskurshüter als Fakt verkaufen wollen.
Das macht Mut.
Traurig wie Herr Löser als Jury-Mitglied nun zu Wahlkampf-Zwecken gegen den Sieger-Entwurf polemisiert, nur weil ihm das Ergebnis nicht (mehr) passt.
Die Plattenbauten sind übrigens nicht Teil des Babauungsplanes zum Königsufer, daher haben die Bewohner (als nicht direkt betroffene Anlieger) entgegen anderslautender Meinung rein rechtlich gesehen KEIN Mitspracherecht! WENN jemand Widerspruch einlegen könnte dann die Venovia. Wenn an dieser Stelle eine hochwertigere Bebauung umgesetzt werden sollte, dann hätte die Venovia sicher nichts dagegen. 🙂 Die Furcht vor Veränderungen – hin zur Nachverdichtung – ist angesichts des Versagens der Moderne – in gewisser Weise noch nachvollziehbar.
Nun aber besteht die Chance auf eine Kehrtwende!

https://www.dnn.de/Dresden/Stadtpolitik/Dresdner-Gruene-gegen-Bebauung-rund-um-Goldenen-Reiter?fbclid=IwAR3VtDGRQjroe9EyINC3LkPZQgCoxDH-lJ94LDph3tDsNzE0jm6s9J3sq1Y

30.08.2019

Veranstaltungs-Hinweis – Neugestaltung Neustädter Markt.

https://www.dnn.de/Dresden/Lokales/Dialogforum-Wir-am-Neustaedter-Markt?fbclid=IwAR3yXQgicswqeYk8-JdqeHdnWBFLxxWmxt5oYhxovrWplL999cHYT1ClOKg

25.03.2019

Wir haben einen Gewinner.

Wer es bis jetzt noch nicht mitbekommen hat, der erfährt es zu guter Letzt auch endlich von unserer Seite: Der Gewinner für den Wettbewerb Königsufer/Neustädter Markt ist gefunden und benannt. Der Entwurf von Bernd Albers in Kooperation mit Vogt Landschaftsarchitekten hat die Jury überzeugt und man darf behaupten: auch einen Großteil der Bürgerschaft.

Wir nehmen uns etwas Zeit über das Geschehene Gedanken zu verlieren, die Konkurrenz zu betrachten und das Verfahren Revue passieren zu lassen. Dafür ist ab dem 21.02.2019 im Zentrum für Baukultur Zeit, wo alle Teilnehmer noch einmal aufgestellt werden. Dort kann sich wirklich ein jeder über die Ideen und Möglichkeiten austauschen. 

https://www.berndalbers.com/koenigsufer-dresden?fbclid=IwAR3rM38ccQJ6hKlBvAk1RLlWI-4SqdZGtVCvl0xCWsO99hAfQjLEB11W6_c

https://www.dnn.de/Dresden/Lokales/So-soll-das-Koenigsufer-in-Dresden-bebaut-werden?fbclid=IwAR38mK91OI-nhTj06YTp2gyRZpQgRTxbuPZwQggz8eSiTamCXF4VhhvdGCg

https://www.sachsen-fernsehen.de/preistraeger-im-ideenwettbewerb-koenigsufer-und-neustaedter-markt-stehen-fest-578648/?fbclid=IwAR2h0I6-4HWKlnBKJi0zIzvol_VmtEeMiqOuKIL3_0hyn_yL2d_Pqx4hrUw

 

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