Königsufer – von guten Ideen und ewigen Fragezeichen.

Studenten stellten jüngst im ZfBK ihre Entwürfe zum Königsufer vor. Unter der Regie von Prof. Will entwickelten sie Ideen zur Bebauung der derzeit hoch im Kurs stehenden Flächen. Der Artikel der SZ kam leider etwas spät, als die Ausstellung schon abgebaut worden war.

Vorab: Keine dieser Ideen ist Bestandteil einer Umsetzung.

Aber man kann sie durchaus als Inspiration betrachten. Für die einen als anregendes Beispiel, für die anderen als gänzlich abzulehnenden Alternative.

Positiv ist zu bewerten, dass man versucht wieder kleinteilige Fassadenabwicklungen und Gebäude zu gestalten. Ebenso dieaufgelockerte Bauweise und Kleinarchitekturen zur Elbe sind eine schöne Variante. Bauformen sprachen auch bei einigen eine angenehme Sprache wie etwa Rundbögen und Arkaden, Mansarddächer und Symmetrie.

Negativ ist das allzu oft recht karg dimensionierte, glatte Fassadenbild künstlerische Gestaltungselemente sind kaum ersichtlich, figurative gänzlich fehlend. Übertriebene Ideen, wie ein Brückenturm wirken als Idee nicht schlecht, sind aber an Ort und Stelle fehl am Platz und eine stringente Wahl von dunklen Dacheindeckungen lässt uns so manche Frage stellen. Wie zum Beispiel: Warum schwarz? In der ganzen Innenstadt gibt es keine Schieferdächer, die als schwarze Eindeckung möglich wären. Objekt der Wahl sind rote Biberschwänze warum also nicht auch am Königsufer?

Als größten Fehler sehen wir die Überplanung der unbedingt umzusetzenden Rekonstruktion an der Meißner Straße zwischen Bellevue und Blockhaus. Kein Student orientierte sich an dem Wunsch der Bürger und plante anstelle meist einen weiteren Block.

Wie dem auch sei. Die Ideen sind vielfältig und sollten weder komplett übernommen, noch gänzlich abgelehnt werden. Inspiration hat viele Gesichter. Was einige Kommentatoren in der Leserspalte des Artikels bis heute aber noch nicht zu verstehen scheinen.
Aber es ist wie immer: Auf eine gute Idee von zwei Leuten kommen zweihundert, die diese torpedieren ohne selbst etwas zur behandelnden Sache konstruktiv beizutragen.

Am 23.04.2018 tagte das Preisgericht zum ersten Mal. In Kürze dürften alle Termine und der Wettbewerb veröffentlicht werden. Wir bleiben dran und halten euch auf dem Laufenden.

http://www.sz-online.de/nachrichten/die-zwei-gesichter-des-koenigsufers-3925077.html?ShowAllComments=true#Comments

Fotos: Benjamin Bartho

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1 Antwort

  1. J. Kühne sagt:

    Ideen – Königsufer
    In diesem Jahr hat es seit April nicht nennenswert in der Innenstadt geregnet. Die Stadt ist heiß. Es kühlt sich nicht mehr ab. Es ist abzusehen dass, das die Zukunft sein wird.
    Kommt da keiner auf den Gedanken die Stadt zu begrünen, die Stadt zu „entpflastern“ ? Wohl nicht.
    Da wird auch die letzte grüne Fläche noch zubetoniert. (Die Prager Straße lässt grüßen)
    Ganz abgesehen von den architektonischen Ergüssen ist nicht zu verstehen – warum ständig etwas Neues angefangen wird, statt die vorhanden Baustellen abzuarbeiten!
    Und da gibt es mehr als genug: Das Hotel Stadt Leipzig, das ruinöse Haus auf der Königstraße, das Gelände am alten Leipziger Bahnhof, um den Großenhainer Platz, die Leiziger Straße ab Menarini bis zum Alexander-Puschkin-Platz, die Ruinen auf der Nordostseite vom Hauptbahnhof (an der Sidonienstraße)

    Es gibt mehr als genug Flächen in Dresden wo sich Architekten „austoben“ können.
    Die Flächen sind natürlich nicht in solcher prädestinierter Lage.

    J. Kühne

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