Hochhaus Debatte – Viele Meinungen – die übliche Krux.

Die Frage lautete: BRAUCHT Dresden Hochhäuser? Die Antwort: Dresden HAT bereits über 60 Hochhäuser! In sofern kann man diese auch mit NEIN beantworten – ökonomische Zwänge und Baugrundknappheit gibt es de facto nicht. Auch schon allein das deutsche Baurecht verhindert eine für Dresden zu bevorzugende Hochhausbauweise (Thema Abstandsflächen, etc.) und generiert nur das von uns seit Jahren angeprangerte „Hochkiste auf der grünen Wiese“.

Die Frage solte eher lauten: WOLLEN wir Hochhäuser? Und wenn ja: WO und WIE gestaltet?!

Ein Hochhaus definiert sich ab 22m Höhe.

Und um diese Fragen zu beantworten sind wir da. Und zum Glück gibt es derzeit eine gestaltungswillige Mehrheit im Stadtrat. R-R-G bemüht sich ernsthaft um Steuerung des Themas – mit einem Auftrag an den OB, Hochhausstandorte und -konzepte zu Untersuchen und zu erarbeiten.
Es hat sich gestern auch anhand der anwesenden Stadträten gezeigt, wer sich für ein besseres Stadtbild einsetzt.
Rot-Rot-Grün waren angetreten mit konkreten Maßnahmen und Verständnis für die Situation. Aber auch da nicht ganz derselben Meinung, wenigstens aber langsam auch mit dem richtigen Blick auf die Verwaltung: „…verselbstständigt, ungebändigt…“.
Die CDU hadert weiterhin mit Vorgaben und sieht selbst die Gestaltungskommission als ungeeignetes Instrument. Wenigstens plädiert sie deutlich FÜR eine repräsentative Gestaltung beim Ferdinandplatz.
Die AFD schickte den Vertreter des Vertreters und dieser verlor sich in Allgemeinplätze – orientiert an „dem alten Dresden“. Konkrete Maßnahmen oder Ideen blieb er dem Publikum schuldig.
Die FDP/Freie Bürger kamen erst garnicht – sehr bezeichnend!

Unser Standpunkt?!
– Hochhäuser per se nicht ablehnen! ABER konsequent untersuchen, wo baubar.
– Keine willkürliche Streuung, sondern eher Bilden von clustern (unser Vorschlag: um die Haltestelle Freiberger Straße/WTC).
– eine unbedingte Freistellung der Silhouette innerhalb des 26er Ringes.
– Rückbau der Fehler aus DDR-Zeiten (Hochhaus Pirnaischer Platz, Terrassenufer, Johannstädter Punkthochhäuser, etc.)
– kompromisslos attraktive Architekturen, die das Streben nach oben durch Verjüngung zeigen [KEINE (Glas-)Quader! – regionaltypisch]

Und ein wichtiger Merksatz: Hochhäuser und Hochpunkte sind nicht immer das Gleiche. Wir brauchen mancherorts attraktive Hochpunkte – der Postplatz mit seiner monotonen Traufe und Flachdachebene wirkt einfach langweilig und gestaltlos.

Fazit: Der Abend begann mit sehr guten Referaten. Der Artikel fasst ihn gut zusamen. Zu Eigen sollte sich Dresden die Methodik zur Standortuntersuchung aus Jena, vorgestellt von Herrn Lerm, machen. Beste Zitate findet ihr im sehr guten Artikel der SZ – die Worte Herrn Justs sollten auf jeden Fall in aller Ohren nachklingen!!!

https://www.saechsische.de/front-gegen-hochhaus-plaene-4041408.html

Das könnte Dich auch interessieren …

Diese Seite benutzt Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Mit der weiteren Verwendung stimmen Sie dem zu. Datenschutzerklärung