Hässlich ist nicht schick – es ist nur „hip“ es zu „hypen“.

Eine sehr gute Analyse des Spiegels zur unsäglichen Brutalität von speziellen Architekten und Architektur im städtischen Gefüge: dem Brutalismus.
Und wie ewig unstete Jäger nach dem immer wieder neuesten Trend sich vor Entzückung noch dem Hässlichsten zuwenden. Weil man damit ein Statement setzt und sich dann abheben und dem „mainstream“ erhaben fühlen darf. Denn „schön“ ist nicht „unique“ genug, um in der Masse den eignen Anspruch auf Einzigartigkeit durchzusetzen. So werden Wendehälse immer wieder auf der Suche nach der neuesten Mode oder des nächsten Außenseitertums sein, nur im sich immer wieder selbst zu beweisen, dass man „anders“ ist, als der Rest, der so „schnöde der Ästhetik“ anheim gefallen ist. Und diese Suche geht spätestens dann weiter, wenn der aktuelle Hype so viele Individualisten gekitzelt hat, dass er selbst zum mainstream wird. Dieses Schicksal teilten schon Eulen, Einhörner, Bubbletea, Ostmoderne und Loveparade. Längst den hippen Tod gestorben, aber die letzten Fähnchen müssen auf Biegen und Brechen unbedingt hochgehalten werden. Bis zum nächsten hippen Hype, den man sich zu eigen machen kann, um noch das letzte bisschen Eitelkeit aus sich herauszuholen.
Am Ende muss aber der Rest mit den Konsequenzen leben. Denn wenn der „Brutalistenhipster“ schon sein nächstes Objekt der Begierde ausgemacht hat, bleibt die „Bunker-Beton-Bude“ dank seines kurzweiligen Einsatzes im Stadtbild erhalten. Mitsamt seiner unästhetischen unpassenden Brutalität. Wir halten es hingegen wie Immanuel Kant: „Schön ist, was allgemein gefällt.“ – und nicht grade einer hippen Mode entspringt.

http://www.spiegel.de/stil/brutalismus-architektur-playmobil-set-des-oeffentlichen-sektors-a-1193951.html

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