Eine schöne Beschreibung der Zustände bei Bauvorhaben in Dresden

Der Artikel der Sächsischen Zeitung beschreibt schön die Zustände bei Bauvorhaben in Dresden und wie die Stadt mit der in sie gesetzten Verantwortung umgeht.

Am Beispiel von Herrn Eberhard Huste wird gezeigt, wie mit Dresdner Ansichten in der Stadtplanung und bei Neubauten im Stadtplanungsamt umgegangen wird. Kritik und Verbesserungsvorschläge werden ignoriert oder ausgeredet, indem man die eben kritisierten Verfahren oder Umstände als Argument vorträgt.

Zuforderst sollen Dresdner in die Entscheidung über das Aussehen der größeren Bauwerke in der Stadt einbezogen werden. Bebauungspläne, die vom Stadtpanungsamt vorbereitet und von einem (unaufmerksamen) Stadtrat nur durchgewunken werden, sind zwar bindend, aber stellen noch lange kein gutes Ergebnis dar.
Architekturwettbewerbe sind zwar ein Mittel um verschiedene Architekturen vorgelegt zu bekommen, aber auch da noch lange kein Garant für ein gutes Ergebnis. Wir wissen alle, das die Entscheidungen, was gebaut wird, von nur sehr wenigen getroffen werden. Der Dresdner selbst bleibt hier außen vor. Kritik darf er zwar anbringen, aber uns ist kein Fall bekannt, bei welchem diese zu einer Verbesserung der Entwürfe/Umsetzung geführt hat. Wir sprechen da auch aus eigener Erfahrung. Die Ergebnisse einer Gestaltungskommission sind ebenfalls unzureichend, da wenig bis garnicht überprüfbar.

Nicht zu erwähnen, dass im präsentierten Fall mal wieder ein sehr bekanntes und vom Stadtplanungsamt „hofiertes“ Büro die Umsetzung „gewonnen“ hat. Überhaupt sind die Entwürfe am Postplatz bemerkenswert oft aus den immer wieder gleichen Architektenhänden (Knerer & Lang, Tchoban Voss).

Herr Huste ist nur einer von sehr vielen Dresdner, die das Baugeschehen in der Stadt kritisieren und die Ergebnisse dessen als unzufriedenstellend ablehnen. Und wie auch in diesem Fall deutlich wird, klaffen Welten zwischen den Ergebnissen der wenigen Entscheidungsträger und den Erwarungen der Mehrheit an sie.

Langsam muss sich diese Kluft schließen und auch sichtbar im Stadtbild werden. Auf Wünsche und Ansprüche der Dresdner Bürger muss zukünftig eingegangen und Rücksicht genommen werden! Das betrifft sowohl das Aussehen von Neubauten, als auch den direkten Mitbestimmungswillen in dieser Thematik. Nächstes Jahr ist Kommunalwahl in Sachsen. In Sachen Bau- und Architekturanspruch erwarten wir Ergebnisse. Wenn das nicht langsam Einzug hält, müssen wir die Bürger per Entscheid eben zu Wort kommen lassen!

http://www.sz-online.de/nachrichten/die-runde-sache-an-der-postplatz-ecke-3918033.html

Visualisierung: © FAY Projects

Das könnte Dich auch interessieren...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.