Der Begriff „New York“ passt – als Hauptstadt für Spekulationen.

Nun ist die Katze also aus dem Sack. Das Projekt „Pfunds Höfe“ an der Spitze Bautzner Straße/Prießnitzstraße wird umgesetzt.
Und was für ein Klopper!
Mit seinen 7 Etagen überragt es seine Umgebung um ein Vielfaches und erschlägt förmlich die kleinen Stadtvillen an der nördlichen Seite der Prießnitzstraße.

Architektonisch passt es sich auch nicht an die Bestandsbebauung an, sondern setzt (mal wieder) einen stark aggressiven Kontrast – besonders im Vergleich zum vorhandenen Bau der Pfunds Molkerei an der Bautzner Straße. Die lange und hohe Fassade ähnelt der Altmarktgalerie an der Wilsdruffer Straße – wenn auch ohne Sandstein(-tapete). Das Staffelgeschoss muss man als „unpassend“ schon garnicht mehr erwähnen. Den unschönen Gesamteindruck rettet dann auch nicht die eigentlich, wenn auch unruhig, gut gestaltete Spitze des Gebäudes.
Sogar der im Titel erwähnte Hof oder die Mehrzahl „Höfe“ ist völlig irreführend, weil nicht vorhanden.

Der allerdings größte Wehrmutstropfen ist, dass Hundertwassers Entwurf der „Hohen Haine“ nicht umgesetzt wird. Die Kosten währen vergleichbar und die zu erwartenden Mieteinnahmen ebenso. Monetär also kein Argument, dieses architektonische Kunstwerk nicht umzusetzen. Ergo bleibt nur der fade Vermerk, dass es ideologisch in Zeiten der Immobilienheuschrecken und des ego-architektonischen Nihilismus bei gewisser Klientel ungewollt war, ist und bleiben wird.

http://www.sz-online.de/nachrichten/hauch-von-new-york-in-der-neustadt-3903707.html

Visualisierung: © Pfunds Höfe GmbH

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