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Pirnaischer Platz - da bleiben wir dran!

Die Diskussionen um das Hochhaus sind nur der Anfang gewesen. Der Pirnaische Platz bietet die Möglichkeiten für eine bessere städtebauliche Zukunft. Wir arbeiten an einem Konzept und als "Schmankerl", möchten wir zeigen, was wir da als Idee verfolgen. Manchmal reicht ein Funke - diesmal soll es unser erstes GIF sein.

Viel Spaß damit. ;-)
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POSITIONSPAPIER STREHLENER PLATZ (Auszug)

Zur Projektierung des städtebaulichen Konzeptes für eine zukünftige Bebauung des Strehlener Platzes wurden vom Stadtplanungsamt Dresden sechs Büros eingeladen, ihre Ideen zum Wettbewerb vorzulegen. Gewonnen hat diesen Wettbewerb das Büro Grunwald und Grunwald aus Leipzig. Sämtliche anderen Teilnehmer stammen aus Dresden und fielen in der Auseinandersetzung und der Weiterentwicklung der eigenen Stadt, bzw. eines Teils ihrer Stadt durch. Das spiegelt leider in etwa die Qualität des Gros der Dresdner Architekturbüros der letzten Jahre wider.

Städtebaulich betrachtet, ist der Entwurf positiv zu bewerten. Er greift die Platzkanten auf und überführt das bisherige halboffene und unstrukturierte Terrain in eine tatsächliche Platzfunktion. Es gibt keine Scheu vor spitz zulaufenden Grundstücksbebauungen, noch vor einer straßenbegleitenden Bebauung.

Dennoch möchten wir Verbesserungen einbringen, die dem Platz als solchem gerechter werden, den Planungszielen entsprechen, und den Bestandsbebauungen die Bedeutung zukommen lassen, die diese verdienen. Ebenso möchten wir Gestaltungsrichtlinien für die Ausprägung der zukünftigen Architektur in Dresden postulieren, die bei Wettbewerben oder B-Plänen in diesem Areal berücksichtigt werden sollten. 

Eine rein studentisch orientierte Wohnbebauung (Nutzung) sollte in diesem Bereich vermieden werden. Die Südvorstadt ist zwar geprägt durch den Campus der TU Dresden, sie wird aber erst durch eine durchmischte Nutzung des Wohnangebotes für alle Generationen zum Gewinn. In der Gestaltung der Neubauten würde sich eine hochwertigere, in ihrer Formgebung anspruchsvollere Architektur widerspiegeln, anders als sie es wenige Meter weiter mit dem Neubau am Weberplatz zeigt: Eine nach Innen gerichtete anspruchslose Bedarfsarchitektur, welche das Leben von der Umgebung abschottet. Das zum Platz hin spitz zulaufende Hochhaus, könnte in traditioneller, regionaltypischer Formsprache ( z.B im Stil der neuen Sachlichkeit der 20er Jahre)  als ein Pendant zum Berufsschulzentrum entstehen.  
Die Dachformen der sich anschließenden straßenbegleitenden Bebauung sollten nach dem  B-Plan auch hier Satteldächer- und Mansarddächer zeigen.
Die L-förmigen Riegel sind aufzubrechen in vertikal untergliederte Einheiten, die einen monotonen Block- und Kastencharakter vermeiden. 
Mit den oben genannten Modifikationen hat der Kopfbau zum Platz  hingegen eine angenehme Dimension.

Materialität:  Die sichtbaren Baustoffe sollten weitestgehend ortstypisch sein. Farbputz und gelber Sandstein sind in differenzierter Ausprägung (Oberflächenstruktur) zu favorisieren. Kalte, steril und abweisend wirkende Baustoffe wie Sichtbeton und Glas sind zu vermeiden.

Farbigkeit: Das Farbkonzept soll die Materialwahl in ihrer optischen (ästhetischen) Wirkung unterstreichen. Erstrebenswert erscheint hierbei Akzente zu setzen, die den Blick des Betrachters lenken und für Abwechslung sorgen.  Dezente Farbintensität in warmen Pastell-Tönen ist zu bevorzugen, schrille, disharmonische Farbgebungen sind zu vermeiden; die derzeit weit  verbreiteten Grau- und Schwarz-Töne sind als Gestaltungsmittel grundsätzlich abzulehnen. 

Dach-FORMEN: Hier lautet die Devise: Das Dach als vielseitiges Gestaltungsmittel wiederentdecken! Eine abwechslungsreiche Dachlandschaft sehen wir als integralen Bestandteil zeitgemäßer Reurbanisierung. In diesem Sinne sollen Sattel-, Walm- und Pultdächer in all ihren unterschiedlichen Ausprägungen in einem ausgewogenen Mix einen lebendigen, stadtbildprägenden Beitrag leisten. 

Flachdächer sind abzulehnen, da sie ästhetisch unbefriedigend sind und wertvolles gestalterisches Potential ungenutzt lassen. Den im  Zusammenhang mit Flachdächern oft vorgebrachte Einwand einer positiven Öko-Bilanz, sehen wir als Scheinargument im Sinne einer gnadenlosen Gewinnmaximierung.  [Anmerkung: Die wenigsten Flachdächer Dresdens sind tatsächlich begrünt]. Grundsätzlich gilt: Alles was einer ästhetischen Aufwertung dient, ist im oben genannten Sinne zu bevorzugen. Der damit geschaffene (kulturelle) Mehrwert wiegt langfristig den finanziellen Mehraufwand bei weitem auf. 

Grünraumplanung: Straßenbegleitgrün, wie Baumgruppen oder Alleen sind hier das Mittel der Wahl für ein lebenswertes, lebendiges Stadtviertel mit Verweilqualität – Die Verkehrsinsel am Strehlener Platz gilt es  intensiv zu begrünen, der Baumbestand sollte geschützt werden. Um die Villa  am Strehlener Platz bis zu den Gleisen sollte die Idee einer öffentlich zugänglich angelegte Parkanlage angestrebt werden.
Grundsätzliche, gestalterische Maximen auch hier:  Symmetrie, Goldener Schnitt, Ensemblewirkung.

Unser Positionspapier zum Download in voller Länge >>> https://document.li/HjO1

Stadtbild Dresden - die Bürgerinitiative für Dresdner Baukultur hat 3 neue Fotos hinzugefügt.

POSITIONSPAPIER STREHLENER PLATZ (Auszug)

Zur Projektierung des städtebaulichen Konzeptes für eine zukünftige Bebauung des Strehlener Platzes wurden vom Stadtplanungsamt Dresden sechs Büros eingeladen, ihre Ideen zum Wettbewerb vorzulegen. Gewonnen hat diesen Wettbewerb das Büro Grunwald und Grunwald aus Leipzig. Sämtliche anderen Teilnehmer stammen aus Dresden und fielen in der Auseinandersetzung und der Weiterentwicklung der eigenen Stadt, bzw. eines Teils ihrer Stadt durch. Das spiegelt leider in etwa die Qualität des Gros der Dresdner Architekturbüros der letzten Jahre wider.

Städtebaulich betrachtet, ist der Entwurf positiv zu bewerten. Er greift die Platzkanten auf und überführt das bisherige halboffene und unstrukturierte Terrain in eine tatsächliche Platzfunktion. Es gibt keine Scheu vor spitz zulaufenden Grundstücksbebauungen, noch vor einer straßenbegleitenden Bebauung.

Dennoch möchten wir Verbesserungen einbringen, die dem Platz als solchem gerechter werden, den Planungszielen entsprechen, und den Bestandsbebauungen die Bedeutung zukommen lassen, die diese verdienen. Ebenso möchten wir Gestaltungsrichtlinien für die Ausprägung der zukünftigen Architektur in Dresden postulieren, die bei Wettbewerben oder B-Plänen in diesem Areal berücksichtigt werden sollten.

Eine rein studentisch orientierte Wohnbebauung (Nutzung) sollte in diesem Bereich vermieden werden. Die Südvorstadt ist zwar geprägt durch den Campus der TU Dresden, sie wird aber erst durch eine durchmischte Nutzung des Wohnangebotes für alle Generationen zum Gewinn. In der Gestaltung der Neubauten würde sich eine hochwertigere, in ihrer Formgebung anspruchsvollere Architektur widerspiegeln, anders als sie es wenige Meter weiter mit dem Neubau am Weberplatz zeigt: Eine nach Innen gerichtete anspruchslose Bedarfsarchitektur, welche das Leben von der Umgebung abschottet. Das zum Platz hin spitz zulaufende Hochhaus, könnte in traditioneller, regionaltypischer Formsprache ( z.B im Stil der neuen Sachlichkeit der 20er Jahre) als ein Pendant zum Berufsschulzentrum entstehen.
Die Dachformen der sich anschließenden straßenbegleitenden Bebauung sollten nach dem B-Plan auch hier Satteldächer- und Mansarddächer zeigen.
Die L-förmigen Riegel sind aufzubrechen in vertikal untergliederte Einheiten, die einen monotonen Block- und Kastencharakter vermeiden.
Mit den oben genannten Modifikationen hat der Kopfbau zum Platz hingegen eine angenehme Dimension.

Materialität: Die sichtbaren Baustoffe sollten weitestgehend ortstypisch sein. Farbputz und gelber Sandstein sind in differenzierter Ausprägung (Oberflächenstruktur) zu favorisieren. Kalte, steril und abweisend wirkende Baustoffe wie Sichtbeton und Glas sind zu vermeiden.

Farbigkeit: Das Farbkonzept soll die Materialwahl in ihrer optischen (ästhetischen) Wirkung unterstreichen. Erstrebenswert erscheint hierbei Akzente zu setzen, die den Blick des Betrachters lenken und für Abwechslung sorgen. Dezente Farbintensität in warmen Pastell-Tönen ist zu bevorzugen, schrille, disharmonische Farbgebungen sind zu vermeiden; die derzeit weit verbreiteten Grau- und Schwarz-Töne sind als Gestaltungsmittel grundsätzlich abzulehnen.

Dach-FORMEN: Hier lautet die Devise: Das Dach als vielseitiges Gestaltungsmittel wiederentdecken! Eine abwechslungsreiche Dachlandschaft sehen wir als integralen Bestandteil zeitgemäßer Reurbanisierung. In diesem Sinne sollen Sattel-, Walm- und Pultdächer in all ihren unterschiedlichen Ausprägungen in einem ausgewogenen Mix einen lebendigen, stadtbildprägenden Beitrag leisten.

Flachdächer sind abzulehnen, da sie ästhetisch unbefriedigend sind und wertvolles gestalterisches Potential ungenutzt lassen. Den im Zusammenhang mit Flachdächern oft vorgebrachte Einwand einer positiven Öko-Bilanz, sehen wir als Scheinargument im Sinne einer gnadenlosen Gewinnmaximierung. [Anmerkung: Die wenigsten Flachdächer Dresdens sind tatsächlich begrünt]. Grundsätzlich gilt: Alles was einer ästhetischen Aufwertung dient, ist im oben genannten Sinne zu bevorzugen. Der damit geschaffene (kulturelle) Mehrwert wiegt langfristig den finanziellen Mehraufwand bei weitem auf.

Grünraumplanung: Straßenbegleitgrün, wie Baumgruppen oder Alleen sind hier das Mittel der Wahl für ein lebenswertes, lebendiges Stadtviertel mit Verweilqualität – Die Verkehrsinsel am Strehlener Platz gilt es intensiv zu begrünen, der Baumbestand sollte geschützt werden. Um die Villa am Strehlener Platz bis zu den Gleisen sollte die Idee einer öffentlich zugänglich angelegte Parkanlage angestrebt werden.
Grundsätzliche, gestalterische Maximen auch hier: Symmetrie, Goldener Schnitt, Ensemblewirkung.

Unser Positionspapier zum Download in voller Länge >>> document.li/HjO1
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Heute möchten wir Euch >ProMitsprache< vorstellen, eine Dresdner Initiative, die sich - wie wir -  für das Thema bürgerlicher Partizipation engagiert.

Am vergangenen Samstag wurde von >ProMitsprache< unter dem Motto 0815-Klötzer oder richtige Häuser eine kleine Befragung  zur Bausituation in Dresden veranstaltet. 
Ziel war es, einen groben Eindruck darüber zu gewinnen, inwieweit die derzeitige Städtebaupolitik bei der Öffentlichkeit Anklang findet.

Das Ergebnis fällt - wie zu erwarten war - eindeutig aus.
Obwohl die  Umfrage als nicht repräsentativ bezeichnet werden muss, macht sie deutlich, dass die mutmaßliche Mehrheit der Dresdner, Architektur in regionaltypischer Formsprache nichtssagenden 0-8-15- Kisten vorzieht. 

Aufgrund dieser Tatsache sehen wir hier die Politik in der Pflicht, verstärkt die Interessen der Menschen zu vertreten - die eine anspruchsvolle, Dresdentypische Architektur für ihre Stadt fordern.

Zur Pressemitteilung >>> https://document.li/EURs

https://www.facebook.com/InitiativeDresden

Stadtbild Dresden - die Bürgerinitiative für Dresdner Baukultur hat 4 neue Fotos hinzugefügt.

Heute möchten wir Euch >ProMitsprache< vorstellen, eine Dresdner Initiative, die sich - wie wir - für das Thema bürgerlicher Partizipation engagiert.

Am vergangenen Samstag wurde von >ProMitsprache< unter dem Motto "0815-Klötzer oder richtige Häuser" eine kleine Befragung zur Bausituation in Dresden veranstaltet.
Ziel war es, einen groben Eindruck darüber zu gewinnen, inwieweit die derzeitige Städtebaupolitik bei der Öffentlichkeit Anklang findet.

Das Ergebnis fällt - wie zu erwarten war - eindeutig aus.
Obwohl die Umfrage als nicht repräsentativ bezeichnet werden muss, macht sie deutlich, dass die mutmaßliche Mehrheit der Dresdner, Architektur in regionaltypischer Formsprache nichtssagenden 0-8-15- Kisten vorzieht.

Aufgrund dieser Tatsache sehen wir hier die Politik in der Pflicht, verstärkt die Interessen der Menschen zu vertreten - die eine anspruchsvolle, Dresdentypische Architektur für ihre Stadt fordern.

Zur Pressemitteilung >>> document.li/EURs

www.facebook.com/InitiativeDresden
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Unterschätze NIE die Modernisten.

Manche meinen ja, wir wären zu radikal in unserer Meinung, wir würden zu viel schwarz sehen oder gar gewisse Personenkreise über Gebühr angreifen und beschuldigen. Aber mit Blick auf die Ergebnisse, welche diese Gruppe unaufhörlich präsentiert, sind wir sogar noch recht verhalten.
Bis heute wird den Dresdnern das Recht verwehrt, an der Gestaltung ihrer Stadt so mitwirken, wie sie es gerne tun würden und wie es notwendig wäre.
Die Entscheidungsgewalt liegt  letztendlich bei den Modernisten, welche - ideologisch bedingt - zwanghaft den Bruch zelebrieren, mit ihrem Netzwerk aus Stadtplanungsamt, diversen Vereinen, der willfährigen Architektenschaft und den Experten aus dem akademischen Sektor. Dieser dogmatisch zelebrierte Bruch verläuft nur in eine Richtung und äußert sich in einem schon fast pathologischen Wunsch historische Architektur zu entfremden und stilistisch zu entstellen.  Der Wunsch einmal in entgegengesetzter Richtung zu verfahren, gilt den Dogmatikern als Frevel, als reaktionär oder  als rückwärtsgewandt und mit Hinweis auf die Ensemblewirkung als schlichtweg undenkbar. 
Dass selbst vor erhaltener, historisch wertvoller Bau-Substanz nicht zurückgeschreckt wird, auch diese in das geistige Korsett der Modernisten zu zwängen, zeigt Dresden auf traurige Weise. Gute Beispiele sind sehr selten, die schlechten hingegen bilden schon einen Massenschwerpunkt in unserer Stadt.  

Wir kämpfen weiter - für ein besseres Stadtbild, für zeitgemäße Reurbanisierung und für das Recht auf bürgerliche Teilhabe und Teilnahme, gerade bei städtebaulichen Fragen.

Unterschätze NIE die Modernisten.

Manche meinen ja, wir wären zu radikal in unserer Meinung, wir würden zu viel schwarz sehen oder gar gewisse Personenkreise über Gebühr angreifen und "beschuldigen". Aber mit Blick auf die Ergebnisse, welche diese Gruppe unaufhörlich präsentiert, sind wir sogar noch recht verhalten.
Bis heute wird den Dresdnern das Recht verwehrt, an der Gestaltung ihrer Stadt so mitwirken, wie sie es gerne tun würden und wie es notwendig wäre.
Die Entscheidungsgewalt liegt letztendlich bei den Modernisten, welche - ideologisch bedingt - zwanghaft den Bruch zelebrieren, mit ihrem Netzwerk aus Stadtplanungsamt, diversen Vereinen, der willfährigen Architektenschaft und den "Experten" aus dem akademischen Sektor. Dieser dogmatisch zelebrierte Bruch verläuft nur in eine Richtung und äußert sich in einem schon fast pathologischen Wunsch historische Architektur zu entfremden und stilistisch zu entstellen. Der Wunsch einmal in entgegengesetzter Richtung zu verfahren, gilt den Dogmatikern als Frevel, als "reaktionär" oder als rückwärtsgewandt und mit Hinweis auf die "Ensemblewirkung" als schlichtweg undenkbar.
Dass selbst vor erhaltener, historisch wertvoller Bau-Substanz nicht zurückgeschreckt wird, auch diese in das geistige Korsett der Modernisten zu zwängen, zeigt Dresden auf traurige Weise. Gute Beispiele sind sehr selten, die schlechten hingegen bilden schon einen Massenschwerpunkt in unserer Stadt.

Wir kämpfen weiter - für ein besseres Stadtbild, für zeitgemäße Reurbanisierung und für das Recht auf bürgerliche Teilhabe und Teilnahme, gerade bei städtebaulichen Fragen.
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JUNGENDARBEIT 
Das Thema Stadtbild-Zerstörung bewegt auch die Dresdner Jugend, wie dieses Beispiel zeigt.
Wer also meint, jungen Leuten wäre es egal, wie ihr urbanes Umfeld sich gestaltet, der irrt! 
In Kooperation mit  StadtbildDeutschland.e.v   - dem Dachverband Deutscher  Stadtbild-Initiativen -  sind innerhalb eines Kreativ-Workshops vielversprechende Ansätze entstanden, die zeigen, wie cool es sein kann, sich mit städtebaulichen Themen zu beschäftigen und Bürgerbeteiligung neu zu denken.
Wir hoffen sehr, dass wir zukünftig dem Thema Jugendarbeit noch mehr Beachtung schenken können, denn Kunstsinn, und die Fähigkeit Dinge kritisch zu hinterfragen, will gelernt sein.

Stadtbild Dresden - die Bürgerinitiative für Dresdner Baukultur hat 3 neue Fotos hinzugefügt.

JUNGENDARBEIT
Das Thema Stadtbild-Zerstörung bewegt auch die Dresdner Jugend, wie dieses Beispiel zeigt.
Wer also meint, jungen Leuten wäre es egal, wie ihr urbanes Umfeld sich gestaltet, der irrt!
In Kooperation mit StadtbildDeutschland.e.v - dem Dachverband Deutscher Stadtbild-Initiativen - sind innerhalb eines Kreativ-Workshops vielversprechende Ansätze entstanden, die zeigen, wie "cool" es sein kann, sich mit städtebaulichen Themen zu beschäftigen und Bürgerbeteiligung neu zu denken.
Wir hoffen sehr, dass wir zukünftig dem Thema Jugendarbeit noch mehr Beachtung schenken können, denn Kunstsinn, und die Fähigkeit Dinge kritisch zu hinterfragen, will gelernt sein.
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PRESSEMITTEILUNG -  Rückbau Hochhaus Pirnaischer Platz

Im Zuge der Debatte um die Sanierung des Hochhauses am Pirnaischen Platz, möchten wir als Bürgerinitiative für Dresdner Baukultur eine Stellungnahme abgeben.
Grundsätzlich begrüßen wir das öffentliche Interesse dahingehend, dass auch an dieser Stelle Dresdens um zeitgemäße städtebauliche Lösungen kontrovers gestritten und gerungen wird.
Das Hochhaus am Pirnaischen Platz - als ein Vertreter des sozialistischen Städtebau - ist ein Kind seiner Zeit: funktional und dominant prägt es seit über 50 Jahren die Dresdner Stadtsilhouette.
Unter den sich veränderten (gesellschaftlichen) Bedingungen, gelten heute andere Anforderungen und Zielsetzungen, wie   z.B. eine langfristige Wiedergewinnung einer verdichteten urbanen Stadtlandschaft [nach der Charta von Leipzig in Blockrandbebauung]. Vor diesem Hintergrund wird das sozialistische Vorzeigeobjekt von einst von vielen Dresdnern zunehmend als unzeitgemäß, als eine optische Zumutung empfunden.
Zum einen ist es die zentrale Lage, die überdimensionierte Baumasse in der Vertikalen als solche, die primitive Formsprache, als auch eine mangelhafte städtebauliche Einbindung, welche uns nach Alternativen suchen läßt. Erschwerend kommt die Tatsache hinzu, dass sich das Gebäude in einem derart heruntergekommenen Zustand befindet, der dem Thema eine gewisse Dringlichkeit verleiht.

Im Zuge der Bewerbung Dresdens zur Kulturhauptstadt 2025 erscheint es uns geboten, an dieser zentralen
Lage nach einer zeitgemäßen Lösung zu suchen.

Einen Erhalt des Gebäudes in seiner jetzigen Form lehnen wir aus den zuvor genannten städtebaulichen Gründen ab, da der Kosten-Nutzen-Faktor durch eine aufwändige Kernsanierung in keiner vertretbaren Relation zum allgemeinen Nutzen stünde.

Ziel einer modernen Stadtentwicklung sollte es sein, nach zeitgemäßen Lösungen zu suchen, die in erster Linie den geänderten Bedürfnissen nach einem intakten urbanen Stadtraum entsprechen. Diesem Gedanken
folgend, gilt es Voraussetzungen für eine Neugestaltung des Pirnaischen Platzes zu schaffen. Manch gebaute Errungenschaft aus den Zeiten der autogerechten Stadt erweist sich nach heutigen Standards als Fehler und bedarf der Korrektur und/oder Modifikation. Fehler sollten aber keinesfalls durch eine ideologisierte Sichtweise auf weitere Jahrzehnte manifestiert werden!

Freunde der sozialistischen Moderne finden in Dresden eine Vielzahl repräsentativer und mehr oder weniger gut in den Stadtraum eingebundener Vertreter dieser Epoche, wie den kostenaufwändig sanierten Kulturpalast, das Rundkino, die sanierten Blöcke entlang am Altmarkt, der Wilsdruffer Straße, sowie Prager und Grunaer Straße, oder zukünftig auch die Robotron-Kantine um nur Einiges zu nennen. 
Trotz dieser Tatsache ist natürlich ein vehementer Widerspruch von Seiten der Vertreter der Ostmoderne auf unsere Forderung zu erwarten. Dies sollte aber einer Entscheidung, hin zu einer dauerhaft tragfähigen, zeitgemäßen Lösung, nicht im Wege stehen.

Die Weichenstellung, dass einer der ehemals schönsten Dresdner Plätze als ein lebendiger urbaner Knotenpunkt wiederkehren kann, muss nun erfolgen! 
Hier ist nicht zuletzt die Politik in der Pflicht durch weitsichtige, MUTIGE Entscheidungen dafür zu sorgen, dass der Pirnaische Platz mittelfristig wieder als ein Platz mit Verweilqualität durch die Dresdner angenommen werden kann und nicht allein auf seine derzeitig verkehrsrelevante Funktion reduziert bleibt.

Das StadtbilDD- Team

Stadtbild Dresden - die Bürgerinitiative für Dresdner Baukultur hier: Dresden.

PRESSEMITTEILUNG - Rückbau Hochhaus Pirnaischer Platz

Im Zuge der Debatte um die Sanierung des Hochhauses am Pirnaischen Platz, möchten wir als Bürgerinitiative für Dresdner Baukultur eine Stellungnahme abgeben.
Grundsätzlich begrüßen wir das öffentliche Interesse dahingehend, dass auch an dieser Stelle Dresdens um zeitgemäße städtebauliche Lösungen kontrovers gestritten und gerungen wird.
Das Hochhaus am Pirnaischen Platz - als ein Vertreter des sozialistischen Städtebau - ist ein Kind seiner Zeit: funktional und dominant prägt es seit über 50 Jahren die Dresdner Stadtsilhouette.
Unter den sich veränderten (gesellschaftlichen) Bedingungen, gelten heute andere Anforderungen und Zielsetzungen, wie z.B. eine langfristige Wiedergewinnung einer verdichteten urbanen Stadtlandschaft [nach der Charta von Leipzig in Blockrandbebauung]. Vor diesem Hintergrund wird das sozialistische Vorzeigeobjekt von einst von vielen Dresdnern zunehmend als unzeitgemäß, als eine optische Zumutung empfunden.
Zum einen ist es die zentrale Lage, die überdimensionierte Baumasse in der Vertikalen als solche, die primitive Formsprache, als auch eine mangelhafte städtebauliche Einbindung, welche uns nach Alternativen suchen läßt. Erschwerend kommt die Tatsache hinzu, dass sich das Gebäude in einem derart heruntergekommenen Zustand befindet, der dem Thema eine gewisse Dringlichkeit verleiht.

Im Zuge der Bewerbung Dresdens zur Kulturhauptstadt 2025 erscheint es uns geboten, an dieser zentralen
Lage nach einer zeitgemäßen Lösung zu suchen.

Einen Erhalt des Gebäudes in seiner jetzigen Form lehnen wir aus den zuvor genannten städtebaulichen Gründen ab, da der Kosten-Nutzen-Faktor durch eine aufwändige Kernsanierung in keiner vertretbaren Relation zum allgemeinen Nutzen stünde.

Ziel einer modernen Stadtentwicklung sollte es sein, nach zeitgemäßen Lösungen zu suchen, die in erster Linie den geänderten Bedürfnissen nach einem intakten urbanen Stadtraum entsprechen. Diesem Gedanken
folgend, gilt es Voraussetzungen für eine Neugestaltung des Pirnaischen Platzes zu schaffen. Manch gebaute Errungenschaft aus den Zeiten der "autogerechten Stadt" erweist sich nach heutigen Standards als Fehler und bedarf der Korrektur und/oder Modifikation. Fehler sollten aber keinesfalls durch eine ideologisierte Sichtweise auf weitere Jahrzehnte manifestiert werden!

Freunde der sozialistischen Moderne finden in Dresden eine Vielzahl repräsentativer und mehr oder weniger gut in den Stadtraum eingebundener Vertreter dieser Epoche, wie den kostenaufwändig sanierten Kulturpalast, das Rundkino, die sanierten Blöcke entlang am Altmarkt, der Wilsdruffer Straße, sowie Prager und Grunaer Straße, oder zukünftig auch die Robotron-Kantine um nur Einiges zu nennen.
Trotz dieser Tatsache ist natürlich ein vehementer Widerspruch von Seiten der Vertreter der "Ostmoderne" auf unsere Forderung zu erwarten. Dies sollte aber einer Entscheidung, hin zu einer dauerhaft tragfähigen, zeitgemäßen Lösung, nicht im Wege stehen.

Die Weichenstellung, dass einer der ehemals schönsten Dresdner Plätze als ein lebendiger urbaner Knotenpunkt wiederkehren kann, muss nun erfolgen!
Hier ist nicht zuletzt die Politik in der Pflicht durch weitsichtige, MUTIGE Entscheidungen dafür zu sorgen, dass der Pirnaische Platz mittelfristig wieder als ein Platz mit Verweilqualität durch die Dresdner angenommen werden kann und nicht allein auf seine derzeitig verkehrsrelevante Funktion reduziert bleibt.

Das StadtbilDD- Team
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EILMELDUNG

Straßburger Platz heißt jetzt Straßburger Kreuzung.

Noch vor dem Ende des Sommerloches wurde beschlossen, den Straßburger Platz in Straßburger Kreuzung umzubenennen. Das gab heute der Sprecher der Findungskommision bekannt. Die Kommission wurde beauftragt im Sinne der Bürger Dresden attraktiver zu gestalten und Möglichkeiten zu schaffen, deutlicher in das Präsentieren der Stadt einzugreifen.
Die Kommission aus ehrenamtlichen Würdenträgern, die auf vielen Gebieten Reputationen erworben haben, bietet eine beste und fundierte Wissensbasis, diese Maßnahme durchzuführen. Die Mitglieder wurden in einem aufwendigen Verfahren ausgesucht und man hat besonders bedacht, nach keinem Parteibuch zu urteilen. Ihre Nähe zu Dresden war den Verantwortlichen bei der Stadt ein besonderes Anliegen. 

Die Mitglieder sind:

• Kai Hyang (Verkehrswissenschaftler aus Hongkong)
• Wilhelma Igitte (Stadtplanungsbeamte aus Wagrain,      
Österreich)
• Col. Kanja Kotopaxi (Architekt aus Blumenau Brasilien)
• Prof. Dr. Tanja Teufel (Linguistikexpertin von der Freien Hochschule in Straßbourg)
• Sternburg Stefan (lungert seit Jahren vor der Architekturfakultät der HTW)

Das Gremium ist hochkarätig besetzt und weiß mit Expertenwissen und Einfühlung in die Materie für Dresden das Beste herauszuholen. So sagt Wilhelma Igitte, Stadtplanungsbeamtin aus Österreich, dass ihr der Straßburger Platz besonders am Herzen läge und sie ihm den Warschauer Platz in Dresden vorziehe – um dies zu würdigen, tritt sie besonders für die Umbenennung ein. „Ein würdiges Zeichen an die Bedeutung dieses Knotenpunktes der Kultur in Dresden.“, nennt auch Prof. Dr. Tanja Teufel die Umbenennung. Sie sei schon mal in Dresden auf dem Weg nach Berlin bei schlechtem Wetter notgelandet, und wüsste daher besonders gut, was die Dresdner brauchen und welche Gestaltungs- und Umgebungsparameter wichtig wären. Eine besondere Würdigung der sehr großzügigen Verkehrsschneisen in Dresden kam von Verkehrswissenschaftler Kai Hyang, der in Hinblick auf die VW-Manufaktur die besondere Bedeutung des Autos herausstellte. Er freut sich, dass ... der Dresdner sich dem Primat Auto angepasst hat. So sehr, dass er sich eine Produktionsstädte in die Stadt geholt hat und in direkter Nachbarschaft zur jetzt genannten Straßburger Kreuzung dieser Liebe zum Auto und der Stadtautobahn auch endlich namentlich Rechnung getragen wird.. Eine Umbenennung sei dadurch schon fast als zwingend moderne Neuschöpfung notwendig. Tiefgründige Töne schlug Sternburg Stefan an: „Auf ner Kreuzung kann man nich sitzen, auf einem Platz kann man mal alle Viere grade sein lassen. So finde ich, dass die Umbenennung nur das zeigt, was am Strassi in echt jezze geworden ist.“ Das Anfahren der SUV, gleichzeitig mit der Straßenbahn, unterstrichen diese Aussage und ließen den letzten Satz in einem großstädtischen Konzert untergehen.

Am Ende der Pressekonferenz betonten alle Beteiligten die Verbundenheit zu Dresden und das man die moderne Stadt nicht erzwingen, durch diese Kommissionen aber den Bürgerwillen repräsentieren kann. Als Abschluss wollten die Mitglieder noch die Elbphilharmonie in der Hafencity besuchen. Sie freuen sich sehr im Dienste Dresdens zu stehen.

;-)

EILMELDUNG

Straßburger Platz heißt jetzt Straßburger Kreuzung.

Noch vor dem Ende des Sommerloches wurde beschlossen, den Straßburger Platz in Straßburger Kreuzung umzubenennen. Das gab heute der Sprecher der Findungskommision bekannt. Die Kommission wurde beauftragt im Sinne der Bürger Dresden attraktiver zu gestalten und Möglichkeiten zu schaffen, deutlicher in das Präsentieren der Stadt einzugreifen.
Die Kommission aus ehrenamtlichen Würdenträgern, die auf vielen Gebieten Reputationen erworben haben, bietet eine beste und fundierte Wissensbasis, diese Maßnahme durchzuführen. Die Mitglieder wurden in einem aufwendigen Verfahren ausgesucht und man hat besonders bedacht, nach keinem Parteibuch zu urteilen. Ihre Nähe zu Dresden war den Verantwortlichen bei der Stadt ein besonderes Anliegen.

Die Mitglieder sind:

• Kai Hyang (Verkehrswissenschaftler aus Hongkong)
• Wilhelma Igitte (Stadtplanungsbeamte aus Wagrain,
Österreich)
• Col. Kanja Kotopaxi (Architekt aus Blumenau Brasilien)
• Prof. Dr. Tanja Teufel (Linguistikexpertin von der Freien Hochschule in Straßbourg)
• Sternburg Stefan (lungert seit Jahren vor der Architekturfakultät der HTW)

Das Gremium ist hochkarätig besetzt und weiß mit Expertenwissen und Einfühlung in die Materie für Dresden das Beste herauszuholen. So sagt Wilhelma Igitte, Stadtplanungsbeamtin aus Österreich, dass ihr der Straßburger Platz besonders am Herzen läge und sie ihm den Warschauer Platz in Dresden vorziehe – um dies zu würdigen, tritt sie besonders für die Umbenennung ein. „Ein würdiges Zeichen an die Bedeutung dieses Knotenpunktes der Kultur in Dresden.“, nennt auch Prof. Dr. Tanja Teufel die Umbenennung. Sie sei schon mal in Dresden auf dem Weg nach Berlin bei schlechtem Wetter notgelandet, und wüsste daher besonders gut, was die Dresdner brauchen und welche Gestaltungs- und Umgebungsparameter wichtig wären. Eine besondere Würdigung der sehr großzügigen Verkehrsschneisen in Dresden kam von Verkehrswissenschaftler Kai Hyang, der in Hinblick auf die VW-Manufaktur die besondere Bedeutung des Autos herausstellte. Er freut sich, dass "... der Dresdner sich dem Primat Auto angepasst hat. So sehr, dass er sich eine Produktionsstädte in die Stadt geholt hat und in direkter Nachbarschaft zur jetzt genannten Straßburger Kreuzung dieser Liebe zum Auto und der Stadtautobahn auch endlich namentlich Rechnung getragen wird.". Eine Umbenennung sei dadurch schon fast als zwingend moderne Neuschöpfung notwendig. Tiefgründige Töne schlug Sternburg Stefan an: „Auf ner Kreuzung kann man nich sitzen, auf einem Platz kann man mal alle Viere grade sein lassen. So finde ich, dass die Umbenennung nur das zeigt, was am Strassi in echt jezze geworden ist.“ Das Anfahren der SUV, gleichzeitig mit der Straßenbahn, unterstrichen diese Aussage und ließen den letzten Satz in einem großstädtischen Konzert untergehen.

Am Ende der Pressekonferenz betonten alle Beteiligten die Verbundenheit zu Dresden und das man die moderne Stadt nicht erzwingen, durch diese Kommissionen aber den Bürgerwillen repräsentieren kann. Als Abschluss wollten die Mitglieder noch die Elbphilharmonie in der Hafencity besuchen. Sie freuen sich sehr im Dienste Dresdens zu stehen.

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Kritik ist auch Ausdruck der Enttäuschung.

Die viel geäußerte Kritik an Neubauten bezieht sich nicht nur auf fachliche oder klar definierbarer Mängel, sie ist auch zunehmend Ausdruck der Enttäuschung der Menschen. Die Enttäuschung darüber, wie in einer Zeit des Überflusses minimalistische Kargheit das Lebensumfeld visuell verschlechtert.
Der Anspruch an den Menschen zu funktionieren und zu leisten steigt seit Jahren. Ein hoch ansprechendes Umfeld könnte das widerspiegeln, aber das Gegenteil ist der Fall. 

Mit der Erhöhung der Lebensfrequenz, steigt auch der Anspruch der Menschen. Auch an ihr Lebensumfeld. In Dresden wird diesem Bedürfnis wenig Rechnung getragen, wenn man die ästhetische Qualität vieler Neubauten bewerten müsste.

Wie sich das äußert, zeigt sich zum einem in einer hochemotionalen Debatte oder auch direkt, ungekünstelt, pur und ohne der Notwendigkeit von Fachkompetenz mit einem einfachen Emoji und 4 Zahlen. So wenig drückt doch so viel mehr aus.

Kritik ist auch Ausdruck der Enttäuschung.

Die viel geäußerte Kritik an Neubauten bezieht sich nicht nur auf fachliche oder klar definierbarer Mängel, sie ist auch zunehmend Ausdruck der Enttäuschung der Menschen. Die Enttäuschung darüber, wie in einer Zeit des Überflusses minimalistische Kargheit das Lebensumfeld visuell verschlechtert.
Der Anspruch an den Menschen zu funktionieren und zu leisten steigt seit Jahren. Ein hoch ansprechendes Umfeld könnte das widerspiegeln, aber das Gegenteil ist der Fall.

Mit der Erhöhung der Lebensfrequenz, steigt auch der Anspruch der Menschen. Auch an ihr Lebensumfeld. In Dresden wird diesem Bedürfnis wenig Rechnung getragen, wenn man die ästhetische Qualität vieler Neubauten bewerten müsste.

Wie sich das äußert, zeigt sich zum einem in einer hochemotionalen Debatte oder auch direkt, ungekünstelt, pur und ohne der Notwendigkeit von Fachkompetenz mit einem einfachen Emoji und 4 Zahlen. So wenig drückt doch so viel mehr aus.
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Rekonstruktionen - kulturelle Nachhaltigkeit als Wirtschafts-Faktor

Ein  Vergleich aus Dresden zeigt, dass Rekonstruktionen sinnvoll angelegte Investitionen sind die sich bereits mittelfristig rechnen. Beispiel:

Kosten der Frauenkirche: 180 Mio. €
jährlichen Einnahmen durch den Tourismus: 500 Mio. €

Noch immer scheint ein Zusammenhang zwischen ästhetischem Stadtbild und höheren Einnahmen aus dem Tourismus für viele Experten nicht nachvollziehbar. Das wollen wir ändern, denn:

Schönheit lohnt sich!

Hinweis: Natürlich ist der dargestellte Vergleich zugespitzt. Doch zeigt er, in welchen Dimensionen die Einnahmen aus dem Tourismus liegen können, wenn gezielt in eine stimmige Ensemble-Gestaltung und die Wiederherstellung historischer Bauten investiert wird, und  sei es primär aus privater Hand.

Stadtbild Dresden - die Bürgerinitiative für Dresdner Baukultur hat Stadtbild Deutschland e. V.s Foto geteilt.

Rekonstruktionen - kulturelle Nachhaltigkeit als Wirtschafts-Faktor

Ein Vergleich aus Dresden zeigt, dass Rekonstruktionen sinnvoll angelegte Investitionen sind die sich bereits mittelfristig rechnen. Beispiel:

Kosten der Frauenkirche: 180 Mio. €
jährlichen Einnahmen durch den Tourismus: 500 Mio. €

Noch immer scheint ein Zusammenhang zwischen ästhetischem Stadtbild und höheren Einnahmen aus dem Tourismus für viele Experten nicht nachvollziehbar. Das wollen wir ändern, denn:

Schönheit lohnt sich!

Hinweis: Natürlich ist der dargestellte Vergleich zugespitzt. Doch zeigt er, in welchen Dimensionen die Einnahmen aus dem Tourismus liegen können, wenn gezielt in eine stimmige Ensemble-Gestaltung und die Wiederherstellung historischer Bauten investiert wird, und sei es primär aus privater Hand.
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Dresden: Warum sich ein schönes Stadtbild finanziell lohnt Ein grober Vergleich aus Dresden zeigt, dass Rekonstruktionen sinnvoll angelegte Investitionen sind: Kosten der Frauenkirche: 180 Mio. €...

Widerspruch als Markenzeichen.

Die einen wollen mehr Demokratie, die anderen planen eine Bürgernähe nach der anderen. Aber am Ende jeder Verheißung werden doch nur wieder dieselben altbackenen Verstrickungen über derlei Beschäftigungstheater witzeln. Geändert hat sich seit der Dresdner Debatte nichts, die Bürgerversammlungen werden ad acta gelegt, Petitionen und Beschlüsse nebenbei verhandelt. 
Mit allerelei Zurechtlegen, Hände hoch halten, Paragrafenreiten, Scheinargumenten und Verharren, hat man sich in dem System festgesetzt und lässt sich die Deutungshoheit nicht streitig machen. Welch Höllenfeuer brennt und wie hart die Bandagen in diesem Kampf Fronten ziehen, kann man in der Kommentarspalte der SZ zu unserer PM von gestern nachlesen - so hart, dass es eines neuen Artikels bedurfte [http://www.sz-online.de/nachrichten/heisse-debatte-um-den-ferdinandplatz-3740197.html] - leider kostenpflichtig.

Die alten Dresdner Sagen haben jetzt Zuwachs bekommen und der Kampf zwischen David und Goliath geht weiter. Vielleicht ists aber nur die lange verirrte Reise des Odysseus, der Skylla und Charybdis ins Auge blicken musste, um nach Hause zu kommen.

Widerspruch als Markenzeichen.

Die einen wollen mehr Demokratie, die anderen planen eine Bürgernähe nach der anderen. Aber am Ende jeder Verheißung werden doch nur wieder dieselben altbackenen Verstrickungen über derlei Beschäftigungstheater witzeln. Geändert hat sich seit der Dresdner Debatte nichts, die Bürgerversammlungen werden ad acta gelegt, Petitionen und Beschlüsse nebenbei verhandelt.
Mit allerelei Zurechtlegen, Hände hoch halten, Paragrafenreiten, Scheinargumenten und Verharren, hat man sich in dem System festgesetzt und lässt sich die Deutungshoheit nicht streitig machen. Welch Höllenfeuer brennt und wie hart die Bandagen in diesem Kampf Fronten ziehen, kann man in der Kommentarspalte der SZ zu unserer PM von gestern nachlesen - so hart, dass es eines neuen Artikels bedurfte [www.sz-online.de/nachrichten/heisse-debatte-um-den-ferdinandplatz-3740197.html] - leider kostenpflichtig.

Die alten Dresdner Sagen haben jetzt Zuwachs bekommen und der Kampf zwischen David und Goliath geht weiter. Vielleicht ists aber nur die lange verirrte Reise des Odysseus, der Skylla und Charybdis ins Auge blicken musste, um nach Hause zu kommen.
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PRESSEMITTEILUNG vom 31.07.2017
zur Bebauung des Ferdinanplatzes und eines Neubaus des Technischen Rathauses

Im Zuge der Erweiterungsvorhaben der städtischen Verwaltung, in Form eines neuen Technischen Rathauses, schließt sich eine der letzten Nachkriegslücken im innerstädtischen Bereich.

Mit dem Evaluierungsverfahren zum städtebaulichen Konzept Georgplatz/ Ferdinandplatz wurde durch ein Wettbewerbsverfahren der Versuch unternommen die besten Ideen zu sammeln und den überzeugendsten Entwurf zu küren.

Lediglich sieben handverlesenen Architektur-Büros war die Teilnahme gestattet. Die Auswahlkriterien und das Verfahren selbst blieben, trotz des großen öffentlichen Interesses und des Bauvorhabens aus öffentlicher Hand, intransparent.
Die Jury, bestehend aus Gutachtern, Eigentümern, Stadträten und Fachamts-mitarbeitern tagte ebenfalls - wie zu erwarten war - unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Der Entwurf des Architektenbüros „Barcode Architects“ aus den Niederlanden, konnte die Jury überzeugen; er zeigt ein geteiltes Areal mit  insgesamt drei Baubereichen, welche als Blöcke bezeichnet werden können. 
Ein Komplex soll dabei direkt in Blockrandbebauung an die bisher offene Flanke des Karstadt-Gebäudes anschließen, einer zur St. Petersburger Straße und der Großbau Technisches Rathaus zum Georgplatz reichen. 
Unter städtebaulichem Aspekt betrachtet, geht der Siegerentwurf in die richtige Richtung, es entsprechen Baumasse  und Traufhöhe den Vorgaben, sofern diese für ein effizientes Nutzungskonzept an dieser Stelle von Nöten sind.
Es wird nur noch mit einer Straße von Nord nach Süd geplant, anders als in einer früheren Variante, die eine zweite Straße vorsah, was somit einerseits das alte Straßennetz abbildet, eine Platzsituation geschaffen wird, die nur marginal nach Norden verschoben,  den geschichtlichen Bezug wieder aufnimmt. 
 
Durch die Baumassen wird somit das alte Straßennetz abgebildet, es werden zwei, statt einer Platzsituation geschaffen, die Straße wird nur marginal nach Norden verschoben und der geschichtliche Bezug wenigstens darin wieder aufgenommen.  Die Idee, mit einem Turm den Georgplatz  zu gestalten, erscheint durchaus spannend, bedürfte aber unserer Ansicht nach, einer anderen Umsetzung.
Generell vermag der Barcode-Entwurf die Kriterien nicht zur Gänze zu erfüllen, mit denen ein funktionierendes innerstädtisches Gefüge generiert werden kann.

Hauptkritikpunkt sehen wir den überbordenden Einsatz von Glas als einziges Fassadenmaterial des Technischen Rathauses, welches eine Fassadengestaltung quasi ausschließt. Eine Glas-Fassade besitzt durch ihre Material-Sprache eine kalte, abweisende Ausstrahlung und erzeugt somit kein Umfeld mit Verweilqualität. Als Beispiel wäre der Nordbau der Gläsernen Manufaktur zu nennen. Für einen repräsentativen Bau an dieser markanten Stelle ist die architektonische Äußerung zu überdenken. Die Frage, ob es unter ökologischen und ökonomischen Gesichts-punkten noch zeitgemäß erscheint, den Werkstoff Glas in solchen Dimensionen einzusetzen, muss an dieser Stelle bezweifelt werden. [Folgekosten durch Außenreinigung, Beschattung, Klimatisierung, Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht durch erhöhtes Risiko]

Ein weiterer Kritikpunkt ist das Fehlen jeglichen Bezuges zum historischen Neuen Rathaus mit seiner klassisch gestalteten, warmen, wenn auch skulptural nachkriegsreduzierten Sandsteinfassade. 
In seiner bewusst kantigen, klotzigen, gedrungenen und monoton gehaltenen Erscheinung, lässt der Barcode - Entwurf des Technischen Rathauses jegliche Form von Eleganz und Liebe zum Detail - etwa durch Kleinteiligkeit oder Fassadendekor - vermissen.  Die von der Jury gekürte Variante zelebriert bewusst den Bruch, verweigert den Dialog mit dem urbanen Umfeld (Rathaus) und verhindert dadurch zukünftig eine dringend notwendige Ensemble-Wirkung „Neues Rathaus / Georgplatz / Külzring / Promenadenring“.

EIN DISKUSSIONSBEITRAG VON STADTBILDDRESDEN

Der Ansatz unseres Alternativ-Entwurfes geht in eine andere Richtung, in dem er die Wünsche vieler Dresdner aufgreift und konsequent einarbeitet:

Dies bedeutet konkret: Hinwendung zu einer regionaltypischen,  kleinteiligen Architektur, die durch  Formen-Vielfalt ein lebendiges, abwechslungsreiches Umfeld generiert, welches nicht nur als Funktions- sondern auch als Verweil- und Lebensraum Verortbarkeit schafft.
Der Vorkriegszustand, mit seinen weltweit berühmten und hohen Qualitäts- Maßstäben, bildet in diesem Zusammenhang die Grundlage.
Angesicht der Tatsache, das keines der am Wettbewerbsverfahren teilgenommenen Büros diesen hohen gestalterischen Ansprüchen Rechnung zu tragen vermag, haben wir uns in unserem Gegenwertwurf für eine Formensprache entschieden, die keinem banal und überholten, an einen zurückliegenden Modetrend gebundenen Leitsatz das Wort redet, sondern eine Dresden-typische, zeitlos-klassische Architektur als stadtbildprägendes Gestaltungsmittel bevorzugt. Damit sei der Versuch unternommen, den Stadtraum im Grundgedanken verstärkt wieder als Kultur-Raum zu begreifen. Eine Re-Urbanisierungsmaßnahme wie am Ferdinandplatz/Georgplatz sollte in diesem Sinne nicht nur nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten bewertet, sondern als Chance für eine Kultivierungsmaßnahme  im Lichte einer bürger-freundlichen Politik gesehen werden.

Im Einzelnen bedeutet das:

• Architektur als stadtbildprägendes und stadtraumgestaltendes Element verstehen, neu und undogmatisch  denken.
• Einsatz von Dresden-typischen Gestaltungselementen, wie Sandstein-und hellfarbiger Putz-Fassade, in kleinteiliger Fassadenausformung
• Vertikale Gliederung des Blockes an der St. Petersburger Straße und am Karstadt – eine Fassade nicht breiter als eine Parzelle
• Eckbetonungen – besonders am Anbau des Karstadt
• Klassische Formensprache, größtenteils auch mit geschichtsbezogener, historischer Prägung
• Bildung abwechslungsreicher, klassischer Dach-Formen [Anm.: das Flachdach ist KEIN Gestaltungselement oder eine Dachform].

Zum städtebaulichen Ansatz von StadtbilDDresden:

Anders als die eingereichten Entwürfe ragt der Baukörper zum Georgplatz nicht in den Platz hinein, sondern rahmt diesen, in einer umschließenden Gebärde.
Im Gegensatz zu den anderen Entwürfen setzten wir auf die konsequente Abkehr von jeglichem Funktionalismus, unsere Überzeugung: ein öffentliches Gebäude darf  als ein Symbol einer selbstbewussten Kultur-Metropole gefallen, es soll repräsentieren!

Unterschieden werden sollte zwischen dem einen Bau des Technischen Rathauses und den zwei begleitenden Baumassen: dem Anbau am Karstadt und dem Komplex an der St. Petersburger Straße.
So kann der Bau des Technischen Rathauses als Großkomplex gestaltet und geplant werden. Um selbigen zu fassen und einen lebendigen Stadtraum zu gewinnen, sollten diesem  kleinteiligere Fassaden und Gebäudeentwürfe begleitend zugeordnet werden. Ein anziehendes Ensemble bedeutet immer die Kommunikation zwischen einem „point of view“ und der ihn umgebenden Bebauung.

Die Abkehr von Großkomplexen ist auch in Dresden bereits Konsens. Architekten wie Peter Kulka betonten dies bei der Vorstellung der Lingnerstadt. Trotzdem wird der Gedanke noch immer nicht mit dem notwendigen Mut umgesetzt: Keiner der Verfahrensteilnehmer besaß die Kreativität oder den Willen, die Herausforderung anzunehmen, und die begleitenden Blöcke vertikal kleinteilig und in der höhe differenziert in abwechslungsreichem Duktus zu gliedern; auch kreative Eckbetonungen als Gestaltungselement sucht man leider vergeblich.

Dem zukünftigen Ferdinandplatz kommt die Rolle des Vermittlers zu: Er soll das neue Viertel mit der bestehenden Altstadtstruktur über die Pfarrgasse/Rathausgasse auf der einen Seite und der Konsummeile Prager Straße auf der anderen Seite verbinden. Dies kann nur dann funktionieren, wenn mit gestalterischen Mitteln Anreize geschaffen werden, die Touristen, als auch Dresdner zum Verweilen einladen.
Dieser Intention folgend, sieht unser Planungsentwurf einen kleinen, frei stehenden, im Stil der Dresdner Renaissance aufwändig-markant gestalteten Baukörper vor, der gastronomisch nutzbar, diese Aufgabe erfüllen soll.

[Im Entwurf von Barcode Architects ist ein ebensolcher Anziehungspunkt noch möglich, indem man den nördlich entstehenden Teilplatz mit einer aufwendigen Pavillonarchitektur bereichert. Ein gesonderter Architekturwettbewerb unter Einbezug des Bürgers bei der Auswahl eines Favoriten, wäre geeignet, das Demokratieelement in Dresden bei Baufragen wieder zu festigen. Ein solcher Bau entspräche der Tradition der Pavillonbauten in Dresden, welche bis zur sozialistischen Ostmoderne reicht.]

Mit unseren Vorschlägen verfolgen wir weniger die Absicht der Planumsetzung als vielmehr den Versuch zu zeigen, dass auch andere Wege möglich sind und dass es keine Verbote, sondern nur Gebote in der Hinwendung zu einer bürgerfreundlichen, zeitgemäßen Form des Städtebaus geben sollte.

Für weitere und zielführende Diskussionen über die zukünftige Gestaltung und Architektur der Bebauung des Ferdinand- und Georgplatzes, stehen wir jedem Beteiligten gern zur Verfügung.

Das Team von StadtbilDDresden – die Bürgerinitiative für Dresdner Baukultur

Stadtbild Dresden - die Bürgerinitiative für Dresdner Baukultur hat 2 neue Fotos hinzugefügt.

PRESSEMITTEILUNG vom 31.07.2017
zur Bebauung des Ferdinanplatzes und eines Neubaus des Technischen Rathauses

Im Zuge der Erweiterungsvorhaben der städtischen Verwaltung, in Form eines neuen Technischen Rathauses, schließt sich eine der letzten Nachkriegslücken im innerstädtischen Bereich.

Mit dem Evaluierungsverfahren zum städtebaulichen Konzept Georgplatz/ Ferdinandplatz wurde durch ein Wettbewerbsverfahren der Versuch unternommen die besten Ideen zu sammeln und den überzeugendsten Entwurf zu küren.

Lediglich sieben handverlesenen Architektur-Büros war die Teilnahme gestattet. Die Auswahlkriterien und das Verfahren selbst blieben, trotz des großen öffentlichen Interesses und des Bauvorhabens aus öffentlicher Hand, intransparent.
Die Jury, bestehend aus Gutachtern, Eigentümern, Stadträten und Fachamts-mitarbeitern tagte ebenfalls - wie zu erwarten war - unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Der Entwurf des Architektenbüros „Barcode Architects“ aus den Niederlanden, konnte die Jury überzeugen; er zeigt ein geteiltes Areal mit insgesamt drei Baubereichen, welche als Blöcke bezeichnet werden können.
Ein Komplex soll dabei direkt in Blockrandbebauung an die bisher offene Flanke des Karstadt-Gebäudes anschließen, einer zur St. Petersburger Straße und der Großbau Technisches Rathaus zum Georgplatz reichen.
Unter städtebaulichem Aspekt betrachtet, geht der Siegerentwurf in die richtige Richtung, es entsprechen Baumasse und Traufhöhe den Vorgaben, sofern diese für ein effizientes Nutzungskonzept an dieser Stelle von Nöten sind.
Es wird nur noch mit einer Straße von Nord nach Süd geplant, anders als in einer früheren Variante, die eine zweite Straße vorsah, was somit einerseits das alte Straßennetz abbildet, eine Platzsituation geschaffen wird, die nur marginal nach Norden verschoben, den geschichtlichen Bezug wieder aufnimmt.

Durch die Baumassen wird somit das alte Straßennetz abgebildet, es werden zwei, statt einer Platzsituation geschaffen, die Straße wird nur marginal nach Norden verschoben und der geschichtliche Bezug wenigstens darin wieder aufgenommen. Die Idee, mit einem Turm den Georgplatz zu gestalten, erscheint durchaus spannend, bedürfte aber unserer Ansicht nach, einer anderen Umsetzung.
Generell vermag der Barcode-Entwurf die Kriterien nicht zur Gänze zu erfüllen, mit denen ein funktionierendes innerstädtisches Gefüge generiert werden kann.

Hauptkritikpunkt sehen wir den überbordenden Einsatz von Glas als einziges Fassadenmaterial des Technischen Rathauses, welches eine Fassadengestaltung quasi ausschließt. Eine Glas-Fassade besitzt durch ihre Material-Sprache eine kalte, abweisende Ausstrahlung und erzeugt somit kein Umfeld mit Verweilqualität. Als Beispiel wäre der Nordbau der Gläsernen Manufaktur zu nennen. Für einen repräsentativen Bau an dieser markanten Stelle ist die architektonische Äußerung zu überdenken. Die Frage, ob es unter ökologischen und ökonomischen Gesichts-punkten noch zeitgemäß erscheint, den Werkstoff Glas in solchen Dimensionen einzusetzen, muss an dieser Stelle bezweifelt werden. [Folgekosten durch Außenreinigung, Beschattung, Klimatisierung, Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht durch erhöhtes Risiko]

Ein weiterer Kritikpunkt ist das Fehlen jeglichen Bezuges zum historischen Neuen Rathaus mit seiner klassisch gestalteten, warmen, wenn auch skulptural nachkriegsreduzierten Sandsteinfassade.
In seiner bewusst kantigen, klotzigen, gedrungenen und monoton gehaltenen Erscheinung, lässt der Barcode - Entwurf des Technischen Rathauses jegliche Form von Eleganz und Liebe zum Detail - etwa durch Kleinteiligkeit oder Fassadendekor - vermissen. Die von der Jury gekürte Variante zelebriert bewusst den Bruch, verweigert den Dialog mit dem urbanen Umfeld (Rathaus) und verhindert dadurch zukünftig eine dringend notwendige Ensemble-Wirkung „Neues Rathaus / Georgplatz / Külzring / Promenadenring“.

EIN DISKUSSIONSBEITRAG VON STADTBILDDRESDEN

Der Ansatz unseres Alternativ-Entwurfes geht in eine andere Richtung, in dem er die Wünsche vieler Dresdner aufgreift und konsequent einarbeitet:

Dies bedeutet konkret: Hinwendung zu einer regionaltypischen, kleinteiligen Architektur, die durch Formen-Vielfalt ein lebendiges, abwechslungsreiches Umfeld generiert, welches nicht nur als Funktions- sondern auch als Verweil- und Lebensraum Verortbarkeit schafft.
Der Vorkriegszustand, mit seinen weltweit berühmten und hohen Qualitäts- Maßstäben, bildet in diesem Zusammenhang die Grundlage.
Angesicht der Tatsache, das keines der am Wettbewerbsverfahren teilgenommenen Büros diesen hohen gestalterischen Ansprüchen Rechnung zu tragen vermag, haben wir uns in unserem Gegenwertwurf für eine Formensprache entschieden, die keinem banal und überholten, an einen zurückliegenden Modetrend gebundenen Leitsatz das Wort redet, sondern eine Dresden-typische, zeitlos-klassische Architektur als stadtbildprägendes Gestaltungsmittel bevorzugt. Damit sei der Versuch unternommen, den Stadtraum im Grundgedanken verstärkt wieder als Kultur-Raum zu begreifen. Eine Re-Urbanisierungsmaßnahme wie am Ferdinandplatz/Georgplatz sollte in diesem Sinne nicht nur nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten bewertet, sondern als Chance für eine Kultivierungsmaßnahme im Lichte einer bürger-freundlichen Politik gesehen werden.

Im Einzelnen bedeutet das:

• Architektur als stadtbildprägendes und stadtraumgestaltendes Element verstehen, neu und undogmatisch denken.
• Einsatz von Dresden-typischen Gestaltungselementen, wie Sandstein-und hellfarbiger Putz-Fassade, in kleinteiliger Fassadenausformung
• Vertikale Gliederung des Blockes an der St. Petersburger Straße und am Karstadt – eine Fassade nicht breiter als eine Parzelle
• Eckbetonungen – besonders am Anbau des Karstadt
• Klassische Formensprache, größtenteils auch mit geschichtsbezogener, historischer Prägung
• Bildung abwechslungsreicher, klassischer Dach-Formen [Anm.: das Flachdach ist KEIN Gestaltungselement oder eine Dachform].

Zum städtebaulichen Ansatz von StadtbilDDresden:

Anders als die eingereichten Entwürfe ragt der Baukörper zum Georgplatz nicht in den Platz hinein, sondern rahmt diesen, in einer umschließenden Gebärde.
Im Gegensatz zu den anderen Entwürfen setzten wir auf die konsequente Abkehr von jeglichem Funktionalismus, unsere Überzeugung: ein öffentliches Gebäude darf als ein Symbol einer selbstbewussten Kultur-Metropole gefallen, es soll repräsentieren!

Unterschieden werden sollte zwischen dem einen Bau des Technischen Rathauses und den zwei begleitenden Baumassen: dem Anbau am Karstadt und dem Komplex an der St. Petersburger Straße.
So kann der Bau des Technischen Rathauses als Großkomplex gestaltet und geplant werden. Um selbigen zu fassen und einen lebendigen Stadtraum zu gewinnen, sollten diesem kleinteiligere Fassaden und Gebäudeentwürfe begleitend zugeordnet werden. Ein anziehendes Ensemble bedeutet immer die Kommunikation zwischen einem „point of view“ und der ihn umgebenden Bebauung.

Die Abkehr von Großkomplexen ist auch in Dresden bereits Konsens. Architekten wie Peter Kulka betonten dies bei der Vorstellung der Lingnerstadt. Trotzdem wird der Gedanke noch immer nicht mit dem notwendigen Mut umgesetzt: Keiner der Verfahrensteilnehmer besaß die Kreativität oder den Willen, die Herausforderung anzunehmen, und die begleitenden Blöcke vertikal kleinteilig und in der höhe differenziert in abwechslungsreichem Duktus zu gliedern; auch kreative Eckbetonungen als Gestaltungselement sucht man leider vergeblich.

Dem zukünftigen Ferdinandplatz kommt die Rolle des Vermittlers zu: Er soll das neue Viertel mit der bestehenden Altstadtstruktur über die Pfarrgasse/Rathausgasse auf der einen Seite und der Konsummeile Prager Straße auf der anderen Seite verbinden. Dies kann nur dann funktionieren, wenn mit gestalterischen Mitteln Anreize geschaffen werden, die Touristen, als auch Dresdner zum Verweilen einladen.
Dieser Intention folgend, sieht unser Planungsentwurf einen kleinen, frei stehenden, im Stil der Dresdner Renaissance aufwändig-markant gestalteten Baukörper vor, der gastronomisch nutzbar, diese Aufgabe erfüllen soll.

[Im Entwurf von Barcode Architects ist ein ebensolcher Anziehungspunkt noch möglich, indem man den nördlich entstehenden Teilplatz mit einer aufwendigen Pavillonarchitektur bereichert. Ein gesonderter Architekturwettbewerb unter Einbezug des Bürgers bei der Auswahl eines Favoriten, wäre geeignet, das Demokratieelement in Dresden bei Baufragen wieder zu festigen. Ein solcher Bau entspräche der Tradition der Pavillonbauten in Dresden, welche bis zur sozialistischen Ostmoderne reicht.]

Mit unseren Vorschlägen verfolgen wir weniger die Absicht der Planumsetzung als vielmehr den Versuch zu zeigen, dass auch andere Wege möglich sind und dass es keine Verbote, sondern nur Gebote in der Hinwendung zu einer bürgerfreundlichen, zeitgemäßen Form des Städtebaus geben sollte.

Für weitere und zielführende Diskussionen über die zukünftige Gestaltung und Architektur der Bebauung des Ferdinand- und Georgplatzes, stehen wir jedem Beteiligten gern zur Verfügung.

Das Team von StadtbilDDresden – die Bürgerinitiative für Dresdner Baukultur
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Um das Vokabular zu schärfen!

Stadtbild Dresden - die Bürgerinitiative für Dresdner Baukultur hat Frank Stephans Beitrag geteilt.

Um das Vokabular zu schärfen!
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HERAUSFORDERUNG  im Zeichen einer geistigen Wende.
Zeitgemäßer Städtebau für den Bürger durch den Bürger!

HERAUSFORDERUNG im Zeichen einer geistigen Wende.
Zeitgemäßer Städtebau für den Bürger durch den Bürger!
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FERDINANDPLATZ/NEUBAU TECHNISCHES RATHAUS

Die restlichen Entwürfe zum Evaluierungsverfahren zum städtebaulichen Konzept Georgplatz/Ferdinandplatz liegen vor. 
Wir wir es befürchtet hatten, kann KEINES der  Konzepte architektonisch überzeugen. 
Wir werden in diesem Zusammenhang einen eigenen Alternativentwurf im Rahmen einer Pressemitteilung präsentieren, um damit einen konstruktiven Beitrag nach den Kriterien einer ästhetisch anspruchsvollen, abwechslungsreichen Formsprache im Sinne echter Wertschöpfung zu leisten.

https://www.dresden.de/de/stadtraum/planen/stadtentwicklung/wettbewerbe/workshops/Workshopverfahren-zum-staedtebaulichen-Konzept-Georgplatz-Ferdinandplatz.php

Stadtbild Dresden - die Bürgerinitiative für Dresdner Baukultur hier: Dresden.

FERDINANDPLATZ/NEUBAU TECHNISCHES RATHAUS

Die restlichen Entwürfe zum "Evaluierungsverfahren zum städtebaulichen Konzept Georgplatz/Ferdinandplatz" liegen vor.
Wir wir es befürchtet hatten, kann KEINES der Konzepte architektonisch überzeugen.
Wir werden in diesem Zusammenhang einen eigenen Alternativentwurf im Rahmen einer Pressemitteilung präsentieren, um damit einen konstruktiven Beitrag nach den Kriterien einer ästhetisch anspruchsvollen, abwechslungsreichen Formsprache im Sinne echter Wertschöpfung zu leisten.

www.dresden.de/de/stadtraum/planen/stadtentwicklung/wettbewerbe/workshops/Workshopverfahren-zum-s...
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FERDINANDPLATZ 
Es ist nicht der erste Anlauf den die Stadt an dieser wichtigen, innerstädtischen Parzelle unternimmt. Wir möchten  an die Pläne aus dem Jahr 2012 erinnern, die ein Projekt von Daniel Libeskind vorsahen. Damals wie heute sind wir froh, dass Dresden dieser städtebauliche Fehlgriff erspart geblieben ist! 
http://www.swp.de/ulm/nachrichten/kultur/libeskind-soll-theater-in-dresden-bauen-8713908.html

Stadtbild Dresden - die Bürgerinitiative für Dresdner Baukultur hier: Dresden.

FERDINANDPLATZ
Es ist nicht der erste Anlauf den die Stadt an dieser wichtigen, innerstädtischen Parzelle unternimmt. Wir möchten an die Pläne aus dem Jahr 2012 erinnern, die ein Projekt von Daniel Libeskind vorsahen. Damals wie heute sind wir froh, dass Dresden dieser städtebauliche Fehlgriff erspart geblieben ist!
www.swp.de/ulm/nachrichten/kultur/libeskind-soll-theater-in-dresden-bauen-8713908.html
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Erfreuliche ÜBERRASCHUNG in der Inneren Neustadt.

Dieses Bauschild steht jetzt an der Ecke Erna-Berger-Str./Antonstraße und es kommt einem kleinen Wunder gleich.

In seinem äußeren Erscheinungsbild nicht ganz perfekt, aber doch nah dran: Regionaltypische Stilelemente der Architektur des 21. Jahrhunderts in Dresden. Es ist tatsächlich ein Fortschritt, wenn auch ein kleiner (aber feiner).

So könnten Konsolen noch die Balkone abfangen und die Farbe des Putzes etwas freundlicher ausfallen, aber mit Blick auf das niedrige gestalterische Niveau der Neubauten wenig weiter an der Erna-Berger-Straße, sticht dieser Bau ungewohnt positiv heraus.

Wir freuen uns unheimlich darüber, dass es Bauherren gibt, welche den Sinn und die Essenz der Dresdner Architektur regionaltypischer Prägung verinnerlicht haben und versuchen modern umzusetzen. Wir bedanken uns in diesem Fall bei der Issmer-Klassik-Haus-GmbH und freuen uns auf die Umsetzung an so prominenter Stelle.

Erfreuliche ÜBERRASCHUNG in der Inneren Neustadt.

Dieses Bauschild steht jetzt an der Ecke Erna-Berger-Str./Antonstraße und es kommt einem kleinen Wunder gleich.

In seinem äußeren Erscheinungsbild nicht ganz perfekt, aber doch nah dran: Regionaltypische Stilelemente der Architektur des 21. Jahrhunderts in Dresden. Es ist tatsächlich ein Fortschritt, wenn auch ein kleiner (aber feiner).

So könnten Konsolen noch die Balkone "abfangen" und die Farbe des Putzes etwas freundlicher ausfallen, aber mit Blick auf das niedrige gestalterische Niveau der Neubauten wenig weiter an der Erna-Berger-Straße, sticht dieser Bau ungewohnt positiv heraus.

Wir freuen uns unheimlich darüber, dass es Bauherren gibt, welche den Sinn und die Essenz der Dresdner Architektur regionaltypischer Prägung verinnerlicht haben und versuchen modern umzusetzen. Wir bedanken uns in diesem Fall bei der Issmer-Klassik-Haus-GmbH und freuen uns auf die Umsetzung an so prominenter Stelle.
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Der wahre Grund für die Misere des Modernismus

>>Bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts gab es praktisch keine schlechte Architektur. Sicher: Bei den ägyptischen Pyramiden stand der Aufwand in keinem Verhältnis zum allgemeinen Nutzen, so etwas würde im Wettbewerb „Soziale Stadt“ keinen Preis holen. Im Barock gab es Exzesse der Dekoration, genauso im späten Historismus. Aber nichts davon würde man heute abreißen.

Selbst die Mietskasernen und ersten Arbeitersiedlungen vom Ende des 19. Jahrhunderts waren so gut gebaut, dass sie bis heute begehrt sind. Sogar aus den Gefängnissen jener Zeit lassen sich attraktive Wohnungen machen – während manche neuen Luxusapartments heute aussehen wie Gefängnisse.
Die Erfindung der schlechten Architektur

Von schlechter Architektur kann man eigentlich erst seit dem großen Bruch am Anfang des 20. Jahrhunderts sprechen. Die Baumeister der Moderne setzten auf die neuen Materialien Beton, Stahl und Glas und auf Flachdächer. Zugleich wollten sie mit ihren Bauten den Weg in eine bessere Welt für alle Menschen bereiten. Doch sie produzierten mehr Gebäudeschäden, als es jemals zuvor gegeben hatte.

Schon das Bauhaus in Dessau von Walter Gropius machte Probleme: Im Sommer war es darin zu heiß, im Winter zu kalt, und das Flachdach war nicht dicht zu kriegen. Ausgerechnet in den 60er- und 70er-Jahren, als das Bauen zum Wohle der Bürger seinen Höhepunkt erreichen sollte, entstanden die unwirtlichsten Stadtteile. Dass man Sozialbausiedlungen mit Preisen auszeichnet und keine zwei Jahrzehnte später wieder in die Luft sprengt, das bleibt eine Errungenschaft, die die Nachkriegsmoderne exklusiv für sich hat.
Zu viele Kisten aus Beton

Und wer jetzt „Berliner Philharmonie!“ einwirft oder „Corbusier! Ronchamp!“, der benennt gewiss zwei architektonische Meisterwerke des 20. Jahrhunderts. Aber was für einen verschwindend kleinen Anteil bilden solche Solitärbauten innerhalb der schier unüberschaubaren, globalen Architekturlandschaft aus ärmlichen Kisten, schematischer Stapelware und bröckelndem Beton.

„Mit all seinem Aufwand an Erfindungskraft und materiellen Mitteln hat es das 20. Jahrhundert nicht erreicht, der Welt, in der wir leben, eine menschenfreundlichere Gestalt zu geben“, resümierte schon 1983 der Architekturpublizist Wolfgang Pehnt in seinem Buch „Das Ende der Zuversicht“.
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Dabei waren die Architekten der Moderne genau mit diesem Ziel angetreten: endlich eine menschenfreundlichere Welt für alle zu erbauen. Was sie einst erbittert bekämpften, nämlich jene dichten, gemischten, ornamentreichen Stadtviertel, die vor 1900 entstanden – genau diese sind heute die attraktivsten Quartiere jeder Metropole.
Hütet Euch vor denen, die das Wohnen „neu denken“

Man muss sich das Debakel der modernen Architektur bewusst machen, weil es der Hintergrund ist, vor dem bis heute die Debatten über zeitgenössisches Bauen geführt werden. Das Gros der Architekten und Kritiker hat zur modernen Architektur ein Verhältnis wie die Linkspartei zum Sozialismus: Es war nicht alles schlecht, es wurden Fehler gemacht, und jetzt müssen die Ideen nur einmal richtig umgesetzt werden. Man müsse sie heute „neu denken“.

Als wären unsere architektonischen Müllhalden nicht voll von Häusern, die entstanden, weil man alle zehn Jahre das Wohnen „neu denken“ wollte. Die wahre Herausforderung ist doch, erst einmal ganz bescheiden zu versuchen, auch nur halbwegs an die Qualitäten der vormodernen Stadtviertel und Häuser heranzukommen.

Ins Lager der „Neudenker“ gehört der „FAZ“-Architekturkritiker Niklas Maak, der in seinem neuen Buch „Wohnkomplex“ zu begründen versucht, „warum wir andere Häuser brauchen“. Nichts Überholtes wie einen Altbau, in dem er selbst wohnt, sondern etwas vollkommen Neues: „Was könnte ein Platz, ein Haus, eine Wohnung jenseits der Formen sein, die wir kennen?“

Auf der Grundlage vieler seiner publizierten Essays und Kritiken hat er eine Streitschrift gegen das gebaute Mittelmaß verfasst. Während man dem Autor bei seiner flott geschriebenen Darstellung der aktuellen Malaise noch halbwegs folgen kann, lassen einen die von ihm gepriesenen Alternativen ratlos zurück.
Der Konzept-Container in Tokio

Etwa das Einfamilienhaus in Tokio von Sou Fujimoto, „das eigentlich nur aus Fensterrahmen besteht“. Der Architekt „dekonstruiert den Begriff des Geschosses“ und schraubt stattdessen einen „Kletterfelsen“ von mehr als 20 Halb- und Viertel-Etagen zusammen. Dass darauf bisher noch niemand gekommen ist! Diese Kopfgeburt hat Maak auch auf sein Buchcover gehoben, das Titelfoto zeigt, wie Menschen auf den Kanten der Kästchen am Abgrund hocken. Hoffentlich sind sie angeleint.

Wie kann man glauben, dass so ein Humbug, der den elementarsten Wohnbedürfnissen zuwiderläuft, wegweisend sein könnte? Oder das hierzulande viel publizierte Stadthaus von Arno Brandlhuber in Berlin-Mitte: ein „Betonskelett mit günstigen Polykarbonat-Steckplatten“ und anderem „Baumarktmaterial“ wie Maschendrahtzaun für die Treppengeländer. So billig gemacht, dass der Bauherr das Erdgeschoss günstig an „junge Galeristen“ vermieten kann.

So sieht also die Zukunft aus: Wellblechhütten für die gebildeten Stände. Zwei, drei von solchen Häusern, und im Nu ist jedes noch halbwegs intakte Straßenbild ruiniert.
Tradition wurde totgeschwiegen

Das Gegengift zu solchen popkulturell unterfütterten Verstiegenheiten hat jüngst der Bauhistoriker Wolfgang Sonne vorgelegt, der am wichtigsten Thinktank für traditionelle Architektur und Stadtplanung hierzulande lehrt, dem Institut für Stadtbaukunst der Universität Dortmund. Sein Buch „Urbanität und Dichte“ sucht den Ausweg aus der Misere der zeitgenössischen Architektur in der Vergangenheit: im traditionsorientierten Städtebau des 20. Jahrhunderts, den es jenseits der avantgardeseligen Moderne auch gab, der aber von der Fachwelt lange als reaktionär abgelehnt oder totgeschwiegen wurde.

In jahrelanger Forschungsarbeit hat Wolfgang Sonne eine Vielzahl von Beispielen aus ganz Europa und den USA zusammengetragen, von 1900 bis in die Gegenwart. Es war eine Moderne, die bei allen notwendigen Veränderungen festhielt am Ideal von Urbanität und Dichte, am Muster aus Straßenfluchten und Plätzen, und sie nahm Rücksicht auf lokale Bautraditionen.

Damit belegt Sonne, dass es keineswegs der „allgemeine Zeitgeist“ war, der uns die ganzen menschenfeindlichen Hässlichkeiten der Nachkriegsmoderne bescherte, sondern die Vorherrschaft einer Architekten- und Planerkaste, die stolz darauf war, alles beständig neu zu denken, getreu dem Motto des großen Mauer-Architekten Erich Honecker: „Vorwärts immer, rückwärts nimmer!“
Coffeetable versus Ideenbuch

Nicht zuletzt die Bildersprache beider Bücher zeigt den unterschiedlichen Zugang zu Architektur. Maak faszinieren am Ende die Ideen und Theorien hinter den Bauwerken mehr als diese selbst – bei ihm sind die Beispiele in winzigen Schwarz-Weiß-Abbildungen an den Rand gedrängt.

In Sonnes prächtig illustriertem Band tritt die Architektur plastisch und manchmal bis ins Detail erkennbar hervor. Es ist ein sinnlicher Genuss, zu sehen, wie viel nachhaltige Substanz und Schönheit die traditionsorientierte Moderne geschaffen hat. Wem Sonne aus dem Herzen spricht, der sollte sich auch das jüngste, von Dieter Eckert herausgebene Büchlein der Grundlagen-Reihe bei DOM publishers ins Regal stellen. Es versammelt exzellente Texte von fünf Vordenkern des neuen Traditionalismus in Deutschland.

Höchst unterhaltsam liest sich darin eine Premiere: Der Berliner Klassizist Hans Kollhoff, der mit seinem Klinkerturm das beste Haus am Potsdamer Platz baute, dreht erstmals den Spieß um und nimmt die Texte führender deutscher Architekturkritiker und deren „aufgeblasenes Kunstgeschwätz“ auseinander, das nicht wahrhaben wolle, „dass die Stadt keine Galerie für zeitgenössische Kunst ist“.
Der Jargon der Architekturpublizistik

Und der Bauhistoriker Fritz Neumeyer sekundiert, indem er sich über das theoretische Abrakadabra in der Architekturpublizistik lustig macht. Dass man dieses schon in der Frühzeit der Moderne findet, belegt Neumeyer mit einem Fundstück aus dem Jahre 1941. Für sein einflussreiches Werk „Space, Time and Architecture“ hatte Sigfried Giedion, einer der Vordenker der Bewegung, sich abgemüht, eine Verbindung herzustellen zwischen dem Kubismus, einer neuen Raumauffassung und Albert Einsteins Relativitätstheorie.

Der Architekt Erich Mendelsohn schickte dem befreundeten Einstein den entsprechenden Auszug aus Giedions Buch. Worauf der Physik-Nobelpreisträger ihm belustigt zurückschrieb: „Es ist einfach Klug-Scheißerei ohne jede vernünftige Basis!

Stadtbild Dresden - die Bürgerinitiative für Dresdner Baukultur hier: Dresden.

Der wahre Grund für die Misere des Modernismus

>>Bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts gab es praktisch keine schlechte Architektur. Sicher: Bei den ägyptischen Pyramiden stand der Aufwand in keinem Verhältnis zum allgemeinen Nutzen, so etwas würde im Wettbewerb „Soziale Stadt“ keinen Preis holen. Im Barock gab es Exzesse der Dekoration, genauso im späten Historismus. Aber nichts davon würde man heute abreißen.

Selbst die Mietskasernen und ersten Arbeitersiedlungen vom Ende des 19. Jahrhunderts waren so gut gebaut, dass sie bis heute begehrt sind. Sogar aus den Gefängnissen jener Zeit lassen sich attraktive Wohnungen machen – während manche neuen Luxusapartments heute aussehen wie Gefängnisse.
Die Erfindung der schlechten Architektur

Von schlechter Architektur kann man eigentlich erst seit dem großen Bruch am Anfang des 20. Jahrhunderts sprechen. Die Baumeister der Moderne setzten auf die neuen Materialien Beton, Stahl und Glas und auf Flachdächer. Zugleich wollten sie mit ihren Bauten den Weg in eine bessere Welt für alle Menschen bereiten. Doch sie produzierten mehr Gebäudeschäden, als es jemals zuvor gegeben hatte.

Schon das Bauhaus in Dessau von Walter Gropius machte Probleme: Im Sommer war es darin zu heiß, im Winter zu kalt, und das Flachdach war nicht dicht zu kriegen. Ausgerechnet in den 60er- und 70er-Jahren, als das Bauen zum Wohle der Bürger seinen Höhepunkt erreichen sollte, entstanden die unwirtlichsten Stadtteile. Dass man Sozialbausiedlungen mit Preisen auszeichnet und keine zwei Jahrzehnte später wieder in die Luft sprengt, das bleibt eine Errungenschaft, die die Nachkriegsmoderne exklusiv für sich hat.
Zu viele Kisten aus Beton

Und wer jetzt „Berliner Philharmonie!“ einwirft oder „Corbusier! Ronchamp!“, der benennt gewiss zwei architektonische Meisterwerke des 20. Jahrhunderts. Aber was für einen verschwindend kleinen Anteil bilden solche Solitärbauten innerhalb der schier unüberschaubaren, globalen Architekturlandschaft aus ärmlichen Kisten, schematischer Stapelware und bröckelndem Beton.

„Mit all seinem Aufwand an Erfindungskraft und materiellen Mitteln hat es das 20. Jahrhundert nicht erreicht, der Welt, in der wir leben, eine menschenfreundlichere Gestalt zu geben“, resümierte schon 1983 der Architekturpublizist Wolfgang Pehnt in seinem Buch „Das Ende der Zuversicht“.
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Dabei waren die Architekten der Moderne genau mit diesem Ziel angetreten: endlich eine menschenfreundlichere Welt für alle zu erbauen. Was sie einst erbittert bekämpften, nämlich jene dichten, gemischten, ornamentreichen Stadtviertel, die vor 1900 entstanden – genau diese sind heute die attraktivsten Quartiere jeder Metropole.
Hütet Euch vor denen, die das Wohnen „neu denken“

Man muss sich das Debakel der modernen Architektur bewusst machen, weil es der Hintergrund ist, vor dem bis heute die Debatten über zeitgenössisches Bauen geführt werden. Das Gros der Architekten und Kritiker hat zur modernen Architektur ein Verhältnis wie die Linkspartei zum Sozialismus: Es war nicht alles schlecht, es wurden Fehler gemacht, und jetzt müssen die Ideen nur einmal richtig umgesetzt werden. Man müsse sie heute „neu denken“.

Als wären unsere architektonischen Müllhalden nicht voll von Häusern, die entstanden, weil man alle zehn Jahre das Wohnen „neu denken“ wollte. Die wahre Herausforderung ist doch, erst einmal ganz bescheiden zu versuchen, auch nur halbwegs an die Qualitäten der vormodernen Stadtviertel und Häuser heranzukommen.

Ins Lager der „Neudenker“ gehört der „FAZ“-Architekturkritiker Niklas Maak, der in seinem neuen Buch „Wohnkomplex“ zu begründen versucht, „warum wir andere Häuser brauchen“. Nichts Überholtes wie einen Altbau, in dem er selbst wohnt, sondern etwas vollkommen Neues: „Was könnte ein Platz, ein Haus, eine Wohnung jenseits der Formen sein, die wir kennen?“

Auf der Grundlage vieler seiner publizierten Essays und Kritiken hat er eine Streitschrift gegen das gebaute Mittelmaß verfasst. Während man dem Autor bei seiner flott geschriebenen Darstellung der aktuellen Malaise noch halbwegs folgen kann, lassen einen die von ihm gepriesenen Alternativen ratlos zurück.
Der Konzept-Container in Tokio

Etwa das Einfamilienhaus in Tokio von Sou Fujimoto, „das eigentlich nur aus Fensterrahmen besteht“. Der Architekt „dekonstruiert den Begriff des Geschosses“ und schraubt stattdessen einen „Kletterfelsen“ von mehr als 20 Halb- und Viertel-Etagen zusammen. Dass darauf bisher noch niemand gekommen ist! Diese Kopfgeburt hat Maak auch auf sein Buchcover gehoben, das Titelfoto zeigt, wie Menschen auf den Kanten der Kästchen am Abgrund hocken. Hoffentlich sind sie angeleint.

Wie kann man glauben, dass so ein Humbug, der den elementarsten Wohnbedürfnissen zuwiderläuft, wegweisend sein könnte? Oder das hierzulande viel publizierte Stadthaus von Arno Brandlhuber in Berlin-Mitte: ein „Betonskelett mit günstigen Polykarbonat-Steckplatten“ und anderem „Baumarktmaterial“ wie Maschendrahtzaun für die Treppengeländer. So billig gemacht, dass der Bauherr das Erdgeschoss günstig an „junge Galeristen“ vermieten kann.

So sieht also die Zukunft aus: Wellblechhütten für die gebildeten Stände. Zwei, drei von solchen Häusern, und im Nu ist jedes noch halbwegs intakte Straßenbild ruiniert.
Tradition wurde totgeschwiegen

Das Gegengift zu solchen popkulturell unterfütterten Verstiegenheiten hat jüngst der Bauhistoriker Wolfgang Sonne vorgelegt, der am wichtigsten Thinktank für traditionelle Architektur und Stadtplanung hierzulande lehrt, dem Institut für Stadtbaukunst der Universität Dortmund. Sein Buch „Urbanität und Dichte“ sucht den Ausweg aus der Misere der zeitgenössischen Architektur in der Vergangenheit: im traditionsorientierten Städtebau des 20. Jahrhunderts, den es jenseits der avantgardeseligen Moderne auch gab, der aber von der Fachwelt lange als reaktionär abgelehnt oder totgeschwiegen wurde.

In jahrelanger Forschungsarbeit hat Wolfgang Sonne eine Vielzahl von Beispielen aus ganz Europa und den USA zusammengetragen, von 1900 bis in die Gegenwart. Es war eine Moderne, die bei allen notwendigen Veränderungen festhielt am Ideal von Urbanität und Dichte, am Muster aus Straßenfluchten und Plätzen, und sie nahm Rücksicht auf lokale Bautraditionen.

Damit belegt Sonne, dass es keineswegs der „allgemeine Zeitgeist“ war, der uns die ganzen menschenfeindlichen Hässlichkeiten der Nachkriegsmoderne bescherte, sondern die Vorherrschaft einer Architekten- und Planerkaste, die stolz darauf war, alles beständig neu zu denken, getreu dem Motto des großen Mauer-Architekten Erich Honecker: „Vorwärts immer, rückwärts nimmer!“
Coffeetable versus Ideenbuch

Nicht zuletzt die Bildersprache beider Bücher zeigt den unterschiedlichen Zugang zu Architektur. Maak faszinieren am Ende die Ideen und Theorien hinter den Bauwerken mehr als diese selbst – bei ihm sind die Beispiele in winzigen Schwarz-Weiß-Abbildungen an den Rand gedrängt.

In Sonnes prächtig illustriertem Band tritt die Architektur plastisch und manchmal bis ins Detail erkennbar hervor. Es ist ein sinnlicher Genuss, zu sehen, wie viel nachhaltige Substanz und Schönheit die traditionsorientierte Moderne geschaffen hat. Wem Sonne aus dem Herzen spricht, der sollte sich auch das jüngste, von Dieter Eckert herausgebene Büchlein der Grundlagen-Reihe bei DOM publishers ins Regal stellen. Es versammelt exzellente Texte von fünf Vordenkern des neuen Traditionalismus in Deutschland.

Höchst unterhaltsam liest sich darin eine Premiere: Der Berliner Klassizist Hans Kollhoff, der mit seinem Klinkerturm das beste Haus am Potsdamer Platz baute, dreht erstmals den Spieß um und nimmt die Texte führender deutscher Architekturkritiker und deren „aufgeblasenes Kunstgeschwätz“ auseinander, das nicht wahrhaben wolle, „dass die Stadt keine Galerie für zeitgenössische Kunst ist“.
Der Jargon der Architekturpublizistik

Und der Bauhistoriker Fritz Neumeyer sekundiert, indem er sich über das theoretische Abrakadabra in der Architekturpublizistik lustig macht. Dass man dieses schon in der Frühzeit der Moderne findet, belegt Neumeyer mit einem Fundstück aus dem Jahre 1941. Für sein einflussreiches Werk „Space, Time and Architecture“ hatte Sigfried Giedion, einer der Vordenker der Bewegung, sich abgemüht, eine Verbindung herzustellen zwischen dem Kubismus, einer neuen Raumauffassung und Albert Einsteins Relativitätstheorie.

Der Architekt Erich Mendelsohn schickte dem befreundeten Einstein den entsprechenden Auszug aus Giedions Buch. Worauf der Physik-Nobelpreisträger ihm belustigt zurückschrieb: „Es ist einfach Klug-Scheißerei ohne jede vernünftige Basis!<<

- Rainer Haubrich -
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Ferdinandplatz, Georgplatz, Technisches Rathaus - wir haben da eine Idee.

Derzeit befassen sich Stadtverwaltung und Medien mit der Diskussion und der Planung eines Neubaus des „Technischen Rathauses“, welches bisherige Standorte überflüssig machen und  Ämter konzentrieren soll. Teil der Diskussion ist der Abriss des TLG-Gebäudes, die weitere Sanierung des Neuen Rathauses und ein Neubau – projektiert auf dem Ferdinandplatz/Georgplatz. Im Focus steht bisher der Bereich um den Ferdinandplatz/Rückseite Karstadt Warenhaus.

Wir bitten alle am Planungsprozess beteiligten darum, den Standort des Neubaus zu überdenken und mehrere Möglichktein in den Findunsgprozess einfließen zu lassen. Unser Vorschlag sieht einen alternativen, aber ebenso Rathaus nahen Standort vor (siehe Graphik), der das Problem eines Interims in die Überlegung mit einbezieht. (Während der Bauphase könnte das stadteigene Grundstück Ferdinandplatz als Hort des Büro-Container-Dorfes fungieren.) 

Bisher wurde vom Stadtplanungsamt das Büro Barcode Architects damit beauftragt, die Planungen für den Standort und den Ferdinandplatz durchzuführen. Wir bitten an dieser Stelle die Stadträte darum ein besonders wachsames Auge auf den Planungsprozess der Verwaltung zu haben. Mit dem einfallslosen, abweisenden Entwurf des Projektes „Elbviertel“ in Pieschen, hat das beauftragte Büro Barcode Architects bereits seine Handschrift stadtbildprägend (zum Glück noch unverwirklicht) hinterlassen; es sollte unserer Meinung nach die Aufgabe aller Gremien sein, Sorge dafür zu tragen, dass sich ein optischer Fehlgriff  dieser Art – gerade in zentraler Lage –  nicht wiederholt!
Die Kulturmetropole Dresden verdient - gerade an dieser Stelle - ein repräsentatives Gebäude mit hohem Wiedererkennungswert in besten Materialien und hochwertiger Ausführung. Ebenso sieht unser Vorschlag eine dresdentypische Mischung von Kleinteiligkeit und ikonografischen Einzelbauten vor.

Immer mehr international anerkannter Architekten tragen dem Bedürfnis vieler Menschen nach einer regionaltypischen, modernen Architektur – die Verortbarkeit schafft – Rechnung. Wir meinen, es wäre an der Zeit, in dieser Richtung endlich auch ein Zeichen des gestalterischen Anspruchs in Dresden zu setzen und neue, zeitgemäße Wege zu gehen.

Stadtbild Dresden - die Bürgerinitiative für Dresdner Baukultur hat 3 neue Fotos hinzugefügt.

Ferdinandplatz, Georgplatz, Technisches Rathaus - wir haben da eine Idee.

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